Autor Thema: Pflegestellenbetreuung  (Gelesen 18094 mal)

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Pflegestellenbetreuung
« am: 24. Oktober 2011, 14:57:33 »
Bei Fragen rund um die Aufnahme, Pflege und Vermittlung von Katzen, wendet euch bitte an die Pflegestellenbetreuer:

Josi  0660 / 54 74 365

Jenny / Shiva 13 0660 / 36 83 744

Bri   0699/ 133 88 518

Michaela / Shellylogo 0664 20 58 259

Pflegestellenbewerbungen sendet bitte an Katzenvermittlung@Animalhope-Nitra.at
« Letzte Änderung: 17. November 2013, 18:31:34 von Miau »

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Pflegestellenbetreuung
« Antwort #1 am: 24. Oktober 2011, 15:15:13 »
Kurzversion des Pflegestellen-Leitfadens, den ihr per Mail erhalten habt oder werdet:

1)   Die Ankunft
Wenn die neuen Pflegekatzen auf der PS ankommen, sollten in der Wohnung folgende Dinge bereit stehen:

Katzentoilette
Futternapf
Wassernapf
Kuschelhöhle oder Körbchen (gepolsterte Schachtel, etc.)

Als Aufenthaltsraum für neue Pflegekatzen eignet sich in den ersten Tagen vor allem ein Badezimmer o.ä., weil einerseits eine Trennung zu bereits vorhandenen Tieren vorgenommen werden sollte, und andererseits dieser Raum leicht zu reinigen ist.

1a) Die ersten Stunden im vorübergehenden Zuhause

Bitte überfordert eure neuen Mitbewohner nicht. Die Katzen haben einen sehr anstrengenden und für sie stressigen Tag hinter sich. Zu aller erst möchten die meisten Tierchen, vor allem die Scheueren, ihre Ruhe! Fressen, trinken, auf die Katzentoilette gehen.

Wichtig:
Die allererste Maßnahme, die gesetzt werden sollte, ist die Untersuchung des Flüssigkeitszustandes des Tieres. Hierzu zieht man mit 2 Fingern vorsichtig Nacken- oder Rückenhaut etwa 1-2 cm in die Höhe. Bei Katzen in gutem Allgemeinzustand zieht sich die Haut unmittelbar nach dem Loslassen zurück.
Sollte sich die Haut nur langsam zurückziehen oder gar stehen bleiben, sogar umfallen, handelt es sich um eindeutigen Wassermangel im Tier.
-   Erwachsene Tiere: Wasser anbieten, bei Verweigerung, wie mit Babys vorgehen
-   Babys: Wasser mittels Spritze (ohne Nadel) ins Mäulchen spritzen
Bei Flüssigkeitsmangel immer Fieber (Normaltemperatur 38 – 39°C) messen und danach euren Betreuer oder eine bereits erfahrene Pflegestelle anrufen!

Sollten sich die Katzen im Transportkorb beschmutzt haben, unangenehm riechen oder sichtlich „unsauber“ sein, bitte badet sie gleich nach Ankunft. Hierfür eignet sich das z.B. das Katzenshampoo von „Trixi“ o.a. Marken, zur Not reicht auch für einmaliges Baden Babyshampoo. Natürlich müssen Nase, Augen und Ohren ausgespart werden und sollten auch nicht unter oder ins Wasser gehalten werden. Ein bereitgestelltes Badetuch ist wichtig, ebenso hilfreich sind zwei weitere Hände zur Unterstützung. Die Katze muss nicht geföhnt werden, es sei denn, es ist kalt oder es handelt sich um ein sehr kleines Katzenbaby. Dann bitte aber genau auf die Temperatur achten.

1b) Der Tag danach

Jetzt ist es sinnvoll die Tiere genauer unter die Lupe zu nehmen und in Ohren, Nase, Mund und Augen zu schauen. Sollte der neue Mitbewohner ein Schmuser sein, habt ihr dies bereits nach Ankunft erledigen können. Auch Fell und Krallen sollten eingehend untersucht werden.

Bitte unbedingt den Betreuer oder eine erfahrene Pflegestelle per Telefon kontaktieren, solltet ihr Auffälligkeiten finden oder das Gefühl haben, eurem Pflegi ginge es nicht gut!

1c) Der erste Arztbesuch

Bitte – außer in Notfällen nach Rücksprache – nur Vereinstierärzte aufsuchen!

Am 1. oder 2. Werktag besuchen die Pflegetiere das erste Mal den Tierarzt. Bitte in den Katzenkorb unbedingt ein Tuch oder eine Decke legen. Das Tier fühlt sich so viel wohler.

Der Tierarzt kontrolliert:
Augen, Ohren, Nase, Mundhöhle, misst Fieber und kontrolliert den Analbereich, tastet die Lymphknoten am Hals und den Bauch ab. Bitte immer den Impfpass zum TA mitnehmen und mitteilen, seit wann sich das Tier in eurer Obhut befindet!

Katzen dürfen frühestens 1 Woche nach Ankunft auf der Pflegestelle geimpft werden, auch wenn sie noch so gesund und munter wirken! Sämtliche Tests und Blut/Stuhluntersuchungen dürfen nur nach Rücksprache mit der Pflegestellenbetreuung durchgeführt werden.

2)   Medizinische Behandlungen

2a) Entwurmungen:

Alle Katzen ab einem Alter von 2 Wochen müssen 2 - 3 mal entwurmt werden, sofern sie nicht unter massivem Durchfall leiden!

2b) Impfungen:

Alle Katzenschützlinge ab einem Alter von 8 Wochen müssen, soweit es deren Gesundheitszustand erlaubt, im Abstand von 3-4 Wochen zweimal gegen Katzenseuche- und Katzenschnupfen geimpft werden! Die 1. Impfung am Pflegeplatz erfolgt frühestens eine Woche nach Ankunft!

Gegenanzeigen:
Fieber, Durchfall, Fressunlust, Mattigkeit, Schnupfen, Husten, Antibiotika-Einnahme oder andere Medikamente (außer Entwurmungsmittel) binnen der letzten 3 Tage!

2c) Kastration:

Alle unsere Schützlinge werden mit Geschlechtsreife kastriert (nicht sterilisiert). Diese OP darf frühestens 1 Woche nach Ankunft und muss bei einem Vereinstierarzt durchgeführt werden.
Bitte sorgt dafür, dass die Katze nüchtern ist zum Operationstermin (letzte Futtergabe 8 Stunden vorher). Wasser dürfen die Tiere bis zuletzt aufnehmen.

Säugende Katzen, Katzenjugendliche und kranke Katzen dürfen keinesfalls kastriert werden, außer im Zuge einer Not-OP.

2d) Sonstige medizinische Untersuchungen:

Manchmal ist es notwendig genauere Untersuchungen vornehmen zu lassen. Bitte sprecht diese mit eurem Betreuer ab! Stuhl-, Blut-, Röntgen- und Ultraschall-Untersuchungen u.ä. bedürfen einer Freigabe durch den Pflegestellenbetreuer (die Liste der TAs wo keine Freigabe notwendig ist, bekommen PSen per Mail).

Schnelltests sind tabu – aus einfachstem Grund: sie sind selten aufschlussreich, verunsichern unsere Pflegestellen und kosten viel Geld!

3)   Vermittlung

3a) Der Steckbrief

Bitte verfasst etwa eine Woche, nachdem der neue Pflegling eingezogen ist einen kurzen Steckbrief ähnlich der bereits veröffentlichen auf der HP.
Schickt einen Text mit schönen Fotos (max. 9, optimale Bildgröße 640x480 Pixel – muss aber nicht sein) und Angaben über das Tier per Mail an die Katzenvermittlung@AnimalHope-Nitra.at
Name, event. Geschlecht, Geburtsdatum, Aufenthaltsort und besondere Eigenschaften bzw. allgemeine Beschreibung des Tieres, damit sich Interessenten euren Schützling gut vorstellen können. Umso genauer die Beschreibung, um so eher kommt der passende Interessent auf Besuch!

3b) Inserate und Werbung

Gerne darf der Schützling auf Facebook oder in Bezirksblättern (auch anderen Druck-Zeitungen, ggf. auf eigene Kosten) inseriert werden.
Sämtliche andere Internetplattformen werden von den Betreuern übernommen, darum bitten wir eindringlich, solltet ihr selbst Werbung schalten wollen, dies vorher mit eurem Betreuer abzusprechen.

3c) Bewerber und Vorkontrollen

Bitte speichert euch Telefonnummern von Bewerbern selbst ab, bzw. antwortet auf weitergeleitete Mails von der Katzenvermittlung.

Im persönlichen Gespräch muss der Bewerber nochmals auf die Schutzgebühr, den Schutzvertrag und Haltungsbedingungen angesprochen werden!

Wenn ihr ein gutes Bauchgefühl habt (du und die Katze(n)), dann notiert bitte Namen, Adresse und Telefonnummer des Bewerbers, wenn ihr selbst keine Vorkontrolle durchführen wollt/könnt und leitet uns diese weiter. Ansonsten könnt ihr gerne auch eine Übergabe des Tieres in dessen neuen Wohnung durchführen und im Zuge dessen eine VK durchführen.

3d) Der Pflegling zieht aus

Sobald der Termin feststeht, und spätestens dann, fordert bitte einen Schutzvertrag für den Schützling an. Sinnvoll ist ein Mail mit Bekanntgabe der Daten des zukünftigen Halters, Impf- und Kastrationsstatus, sowie Chipnummer.

Wichtig:
Es wird kein Tier abgegeben, ohne beidseitige Unterfertigung des SV und Übernahme der SG in bar!

Die Schutzgebühr überweist bitte so rasch wie möglich auf das Vereinskonto von AnimalHope mit dem Namen der Katze im Betreff! Die Bankverbindung steht in der Kopfzeile des SVs.
Den Schutzvertrag schickt bitte per Post ins Büro (Adresse am SV).

Punkt 4 wird in der Mailversion vollständig angezeigt.

5)    Hausapotheke

In die Hausapotheke gehören nicht nur Medikamente, sondern auch ein digitales Fieberthermometer und Desinfektionsmittel  (z.B. Hexaquart)! Die Liste und die Medikamente eurer KatzenPflegestellenHausapotheke erhält ihr von eurem Pflegestellenbetreuer.

Nachwort:

Dieser Katzenpflegestellen-Leitfaden ersetzt weder den Tierarztbesuch, noch das persönliche Gespräch mit den Pflegestellenbetreuern!

Euren zuständigen Vereinstierarzt erfährt ihr von euren Pflegestellenbetreuern!

Die Pflegestellenbetreuer sind über jede Veränderung, die das Pflegetier betreffen, in Kenntnis zu setzen. Insbesondere Krankheit, Verlust, Tod und Vermittlung, sowie Neuaufnahme nach Rückgabe.

Wir bedanken uns herzlich für eure Unterstützung,
eure unermüdliche ehrenamtliche Tätigkeit,
all die Liebe und Aufmerksamkeit, die ihr den Katzen zukommen lasst,
euren Teamgeist und das angenehme Arbeitsklima!