Autor Thema: Geschichten aus dem Weinviertel  (Gelesen 12249 mal)

Offline Artischocke

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Geschichten aus dem Weinviertel
« am: 12. November 2017, 13:21:30 »
Dieser thread soll unsere Pflegis vorstellen, es werden hoffentlich noch einige kommen...hin und wieder werden auch unsere Ex-Pflegis vorkommen, auch die, die bei uns geblieben sind  :4:

Derzeit ist Drahus, bei uns Dixie, bei uns, und wartet auf seine Familie





Heute möchte ich euch mehr von Spotty erzählen, Ende Juli war sie bereits 2 Jahre als Pflegi bei uns, sie wurde im Sommer zum Ex-Pflegi... :icon_e_biggrin:



Liebe Grüsse Tanja,  ATN Wuffis Pukie, Spotty und MiniMe. Für immer in unseren Gedanken: Bobby und Jackie

Offline Artischocke

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Re: Geschichten aus dem Weinviertel
« Antwort #1 am: 12. November 2017, 14:34:30 »
SIE hat es vom ersten Tag an gewusst, WIR haben 2 Jahre gebraucht, um Spottys Wunsch zu akzeptieren. Spotty hat am ersten Tag beschlossen, bei uns zu bleiben, wir haben uns 2 Jahre erfolglos dagegen gesträubt  :enjoying:

Und so wie sie sich uns genommen hat, hat sie auch ihren Hundepartner erwählt, der anfangs auch nicht so glücklich war mit der Zwangsheirat:




Man beachte Pukies Hilfesuchenden Blick:  :be happy:




immer mit Körperkontakt, entweder mit uns oder mit den anderen Hunden, und quetscht sich dann mit Muss dazu:




Spotty, die Gepunktete, vormals Josefa, hatte ich in Windeseile auf der homepage ausgesucht, nachdem der Wunschpflegi dann doch woanders hinreiste. Ich dachte, diese kleine bunte Hündin würde doch rasch vermittelt sein. Ha, wie man sich doch täuschen kann!

Sie war zwar ein bißchen ängstlich und unsicher, ließ sich aber problemlos von uns aus Annas Auto heben, aber diese erste Unsicherheit ist ja normal bei Neuankömmlingen und gibt sich meist rasch. Sie ließ sich problemlos baden und angreifen von uns, die große Überraschung kam, als ich das zweite Mal mit ihr spazieren ging, und unsere Nachbarn sie anschauen wollten und langsam und ruhig auf Spotty zugingen.  Da geriet Spotty völlig in Panik, wollte nur noch weg, und wäre fast aus dem Brustgeschirr raus...in letzter Sekunde konnte ich sie raufnehmen und festhalten. Am selben Tag noch nähte meine Mutter ein Sicherheitsgeschirr.

Und das war dann lange Zeit ihr Programm: Fremde, die uns draußen begegneten wie auch die, die ins Haus kamen, waren ein rotes Tuch. Draußen nur im Fluchtmodus, drinnen ewiges Bellen und Knurren, im Sicherheitsabstand von der geliebten Couch aus. Es wurde aber  mit der Zeit immer besser, sie hat ihre Fortschritte gemacht, aber nur bis zu einem bestimmten Punkt: Besucher wurden schließlich geduldet, kurz beschnüffelt, aber angreifen ließ sie sich nicht. Beißen würde sie aber nie, sondern einfach ausweichen, manchmal auch leise knurren.

Sie brauchte 2 Monate, bis sie meine Mutter und die Familie meiner Schwester akzeptierte, mittlerweile lieben meine 9jährige Nichte und Spotty einander heiß. Es dauert einfach sehr sehr lange, bis Spotty Fremden vertraut. Warum sie uns von Anfang an vertraut hat, ist uns ein Rätsel, schließlich waren wir ja auch fremd für sie.

Zweimal kamen sehr nette Interessenten, beides super Plätze, die man sich nur wünschen kann für seine Pflegis, es hat aber an Spotty gelegen dass es doch nicht gepasst hat. Spotty hat eines klargemacht:



Mittlerweile dürfen einzelne, pfotenverlesene, bereits seit einiger Zeit bekannte Nachbarn, Spotty vorsichtig streicheln.

Spotty ist von all unseren Hunden diejenige, die am meisten an uns hängt. Sie ist überall dort, wo ich auch bin, auch im Bad schaut sie mir in der Früh zu, wie ich mich restauriere. Auf Abwechslung und Ausflüge mit dem Auto woanders hin kann sie verzichten. Wir wohnen in einem kleinen ruhigen Ort im Weinviertel, und diese kleine ruhige Welt ist ihr genug.

Mittlerweile sind Pukie und Spotty aber wie ein Ehepaar und ein Herz und eine Seele:






Wir haben uns solange gesträubt, da wir ja schon eigene Hunde hatten...und Spotty wurde schließlich Fixhund Nr. 4. Wir wollten ihr eine Zwangsvermittlung ersparen, die sie vielleicht nicht verkraftet hätte. Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass ich eigentlich keine eigenen Hunde wollte, nur Pflegis aufnehmen und Sprungbrett sein?  :laugh:

Liebe Grüsse Tanja,  ATN Wuffis Pukie, Spotty und MiniMe. Für immer in unseren Gedanken: Bobby und Jackie

Offline MilkaCat

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Re: Geschichten aus dem Weinviertel
« Antwort #2 am: 12. November 2017, 15:00:40 »
  :laugh: :laugh: :laugh:  ist knapp daneben gegangen. Keine eigenen Hunde  :laugh:
Eine ganz süße Rasselbande habt ihr da.
Liebe Grüße
Karin & Dominik mit Minnie & Yogi & Milka

Offline claudianet

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Re: Geschichten aus dem Weinviertel
« Antwort #3 am: 12. November 2017, 17:22:00 »
ja genau ... so kann es gehen, wenn der hund seinen lebens-meldezettel ausfüllt  :5:
Immer wieder aufs Neue zeigt sich:
Ich lerne von unseren Tieren viel mehr, als sie von mir :-)

Offline Katzenmama

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Re: Geschichten aus dem Weinviertel
« Antwort #4 am: 12. November 2017, 18:06:28 »
So lieb erzählt!  :11:  :11:  :11:  :11:
Spotty "wusste" offensichtlich von Anfang an was bzw. WEN sie braucht! Und sie hat nicht locker gelassen! Bravo Spotty!
Andrea mit Boni, Biene & Maja und Nesthäkchen Nele
Über der Regenbogenbrücke: Mira und Melina (Lini)

Offline Renate058

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Re: Geschichten aus dem Weinviertel
« Antwort #5 am: 12. November 2017, 18:23:52 »
Wirklich sehr humorvoll und lieb erzählt   :))

Das ist ja wirklich bemerkenswert dass die hübsche Spotty euch von anfang an vertraut hat und euch gleich ins Herz geschlossen hat und beschlossen hat nie wieder von euch wegzugehen.

Wir hatten drei eigene Hunde als wir vor 7 Jahren als Plegestelle begonnen haben und dachten auch dass wir jeden Pflegehund weitervermitteln werden ... jetzt haben wir 8 Hunde ... sind total glücklich mit den Süßen und sind dankbar dass uns einige "um den Finger gewickelt haben" mit ihrer bezaubernden Art und unser Leben bereichern   :8:

Offline Chris*

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Re: Geschichten aus dem Weinviertel
« Antwort #6 am: 12. November 2017, 19:00:16 »
das ist echt eine tolle Geschichte - süße Maus und tolles Rudel  :8:

Das ist der Grund, warum ich leider nie eine Pflegestelle sein kann. Sie bräuchten nur im Ansatz signalisieren, dass sie hier nicht weg wollen und ich würde sie nicht gehen lassen...

Offline Petra aus Linz

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Re: Geschichten aus dem Weinviertel
« Antwort #7 am: 12. November 2017, 19:59:42 »
So eine liebe Spotty- Geschichte und die Fotos erst ! Und Pukies Blick beim Zwangsbekuschelwerden von Spotty ist wirklich genial. So toll, dass sie ein liebes Ehepaar geworden sind und Spotty bei euch bleiben darf.
LG Petra+Elena+Jordy+Cats

Offline tina zippenfennig

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Re: Geschichten aus dem Weinviertel
« Antwort #8 am: 12. November 2017, 21:56:04 »

So eine tolle Geschichte und so liebevoll erzählt, Spotty hat schon gewusst, warum sie bei euch bleiben will!
Sie und Pukie sind wirklich ein hübsches Paar, Drahus ist aber auch ein Hübscher, wünsche ihm, dass auch er sein Traumplatzerl findet!

Liebe Grüße,
Tina
Tina, Katzen Stella und Schnecki, Chiron !
Betty, Lucky, Miri, Brisco und Nanouk und MausMaus für immer in unseren Herzen!

"Nur mit dem Herzen sieht man gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar"

Offline Fennek

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Re: Geschichten aus dem Weinviertel
« Antwort #9 am: 13. November 2017, 19:15:40 »
Statt Schutzvertrag wurde der Meldezettel ausgefüllt.  :alas: :113: Ich finde es immer wieder toll, dass manche Hunde wissen, was ihre Dosenöffner erst viel später akzeptieren. Und noch schöner ist es, wenn diese es auch zulassen. Sehr lieb geschrieben.  :be happy: :be happy:
LG
Irene

Offline Terryann

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Re: Geschichten aus dem Weinviertel
« Antwort #10 am: 13. November 2017, 19:25:41 »
 :79: wunderbar , dass Spotty sofort erkannt hat, dass sie bei euch daheim ist!!
Lieben Gruß von Barbara, Bobby, Annie und Masha - in Gedanken bei uns: Terry

Offline Artischocke

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Re: Geschichten aus dem Weinviertel
« Antwort #11 am: 27. Januar 2018, 17:15:33 »
Heute darf ich euch unsere neuen Pflegis vorstellen, Elisabeth und Ochko :enjoying:

Vor einer Woche zog Elisabeth, bei uns Lizzy genant, ein. Ein origineller Hund, optisch als auch charakterlich.  Unser erster Corgimix, und ich denke sie hat sehr viel von einem Corgi, die Queen hätte wohl viel Freude mit ihr. Im Haus eher gemütlich drauf, aber seehr verspielt. Geht wie so ziemlich alle Hunde gerne spazieren, aber ohne Leine würde sie wohl liebend gerne ihre eigenen Wege gehen, ein bissi stur ist sie schon  :4: Noch zurückhaltend bei Fremden, aber sobald sie erkennt, dass ihr nix passiert, sehr freundlich. Stubenreinheit wird fleissig trainiert. Und sie ist unglaublich liebes- und kuschelbdürftig.







Bei meiner Mutter durfte Ochko, genannt Benny, als Pflegi einziehen. Ein wirklich entzückender und liebenswerter Hund! Bis jetzt völlig unkompliziert. Sein einziger Makel ist wohl sein blindes Auge. Laut TA könnte das von einer alten Verletzung kommen, wir müssen jetzt mal beobachten, ob es ihm Schmerzen macht oder nicht, falls ja, müsste das Auge entfernt werden.
Und er ist ganz schön kugelrund, ein bissi abspecken ist angesagt Er würde einfach sagen er ist untergroß  :4:







Wir vermuten, dass er nur im Garten gelebt hat, denn da hält er sich furchtbar gerne auf, das scheint er so gewohnt zu sein. Er zögert auch oft, ins Haus reinzugehen. Und gar nicht glauben kann er, dass er ins Wohnzimmer mit rein darf, wie die anderen Hunde meiner Mutter. Es gab keinerlei Probleme beim Einrudeln, er war einfach da und gleich mitten drin :be happy: Und erstaunlicherweise war er sofort stubenrein. Spazieren geht er für sein Leben gern, da pickt er sich an die Tür damit er ja nicht vergessen wird  :alas:

Der brave Benny würde seiner künftigen Familie jedenfalls viel Freude bereiten  :enjoying:


Liebe Grüsse Tanja,  ATN Wuffis Pukie, Spotty und MiniMe. Für immer in unseren Gedanken: Bobby und Jackie

Offline Petra aus Linz

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Re: Geschichten aus dem Weinviertel
« Antwort #12 am: 27. Januar 2018, 21:12:35 »
Ich freue mich so, danke Artischocke und Mama ! Bin ja völlig corgiverrückt und Elisabeth hat mir am Herzen gelegen. Ich glaube, sie wird sich noch einige Überraschungen ausdenken, Corgis sind ja sehr speziell und klug und wissen halt alles besser :icon_e_biggrin:
Und der liebe Ochko hat so ein liebes, freundliches Gesicht. Ich wünsche beiden die besten Fixmenschen, auf eine tolle Pflegestelle haben sie es ja schon mal geschafft.
LG Petra+Elena+Jordy+Cats

Offline Artischocke

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Re: Geschichten aus dem Weinviertel
« Antwort #13 am: 13. März 2018, 17:17:35 »
Wieder Neuigkeiten von uns:

Elisabeth ist rasch ausgezogen zu Corgiliebhabern  :enjoying: Ochko wird demnächst operiert, sein Auge muss leider raus. Es wird also noch ein bissi dauern bis er seine Familie suchen kann, trotz seines optischen Makels ist er aber ein entzückender und völlig unkomplizierter kleiner Hundemann.

Seit 1 Woche ist nun Cheesy bei uns, wir nennen sie Jessy. Aus dem schrecklich verfilzten Fell mussten wir sie buchstäblich rausschälen. Sie hat sich auch sehr unwohl gefühlt in diesem Fell, das wie eine Zwangsjacke war. Darunter kam ein extrem dünner Hund zum Vorschein, was man vorher gar nicht so sehr sehen konnte. Sie ist sehr leicht, bei einer Schulterhöhe von 35 cm wiegt sie nur 5,5 kg. Sie bekommt nun 3 x täglich Futter, und wird sicher bald zunehmen.

Seit sie ihr Fell los ist, ist sie ein völlig anderer Hund! Lustig, quirlig, verspielt, mit vielen Flausen im Kopf, wie es sich für einen Junghund halt so gehört  :4: Meinen Hunden ist sie manchmal zu frech und ungestüm, da kann es schon passieren dass sie energisch zurechtgewiesen wird...sie ist nix für Couchpotatoes... aber nun hier ein paar erste Fotos...











Ach ja, und kuscheln ist ihre Lieblingsbeschäftigung  :alas:



Liebe Grüsse Tanja,  ATN Wuffis Pukie, Spotty und MiniMe. Für immer in unseren Gedanken: Bobby und Jackie

Offline Petra-Hasi

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Re: Geschichten aus dem Weinviertel
« Antwort #14 am: 13. März 2018, 18:11:41 »
Wow,das ist doch die Maltesermixhündin aus dem Sack oder?
Sie ist so entzückend,man erkennt sie ja gar nicht wieder.:11:
Hat wohl einiges aufzuholen die Kleine.Wer weiss wie lang sie in ihrem Fell gefangen war.

Das Kuschelfoto ist super man sieht wie es ihr gefällt Zuneigung zu bekommen.
Zunehmen muss sie wirklich noch einiges sie ist ja ein Ripperl. 8o
Doch bei 3xFutter(meine würden sich freuen)wird sich das schnell ändern.
Danke das du dich ihrer angenommen hast und für sie da bist.
Lg  :103:

Mann kann in die Tiere nichts hinein prügeln,
aber mann kann manches aus ihnen heraus streicheln.
(Astrid Lindgren)

 

atnadmin