Autor Thema: Barfen...?  (Gelesen 6186 mal)

annette

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Barfen...?
« am: 07. Februar 2008, 10:09:04 »
halli-hallo,
ich habe eine frage bzgl. barfen: im moment füttere ich noch trockenfutter canidae, meine hündinnen haben aber doch recht oft durchfall und ich habe schon von mehreren leuten gehört, dass es den hunden besser geht, seit dem sie barfen. auch meine hundetrainerin hat mir davon erzählt. wie mache ich das jetzt mit dem umsteigen? ich habe leider keine große gefriertruhe, und bin auch selbst nicht so kreativ und habe ein bißchen angst, dass meine ernährung für die hunde zu einseitig wird?!?! habt ihr tipps? habe ja schon die tolle fleischliste von doris gesehen, aber bin da leicht überfordert...

Offline Lucy

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Barfen...?
« Antwort #1 am: 07. Februar 2008, 10:45:37 »
Hallo annette,

meine Tierärztin, der ich schon sehr vertraue, rät mir vom Barfen ab. Bin mir auch unsicher. Aber ich habe mir jetzt vorgenommen, mich nicht unsicher machen zu lassen. Lucy bekommt nassfuter (Rinti u. Animonda) und 2-3x in der Woche koche ich für sie. Huhn, Rindfleisch etc. Darunter mische ich Fleisch und Gemüse (Karotten, Zucchini etc. ) Das schmeckt ihr halt am Besten. In der Früh kriegt sie so quasi als Frühstück eine ganz kleine Portion Trockenfutter.
 Lass dich auf jeden Fall nicht verrückt machen. Meine Tierärztin meint, dass Barfen halt momentan sehr in ist.

LG
Carmen

P.S. ist das dein Hund auf dem Foto, der sieht aus wie meine Lucy. (siehe endlich daheim). :tongue:
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Esther

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Barfen...?
« Antwort #2 am: 07. Februar 2008, 11:07:46 »
Dem kann ich nicht zustimmen.
Rohfutter ist DIE natürlichste Nahrungsquelle für den Hund.

Mein Hund hat eine Futtermittelallergie, jedoch seit ich barfe gibts überhaupt keine Probleme mehr.
Mein zweiter Hund hat irrsinnig viel gehaart und hatte stumpfes Fell, aber seit barf hat sie wundschönes, glänzendes, weiches Fell - und haaren tut sie nur mehr minimal.

Ich kann nur sagen, für mich war die Umstellung das allerbeste - in jeder Hinsicht.

Aber ich will damit andere Futterarten nicht schlecht machen, jeder will nur das Beste für seinen Hund und macht somit das Richtige!  :O

Offline Lucy

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Barfen...?
« Antwort #3 am: 07. Februar 2008, 12:17:54 »
Hallo Esther,

du hast sicher Recht. Ich habe auch wegen der Ernährung permanent ein schlechtes Gewissen. Bei den Katzen komischerweise habe ich das nicht, weil die bekommen auch hin und wieder roh,oder Fisch.
Aber bei Lucy hab ich immer ein schlechtes Gewissen. Ich habe mir ein Buch über Barfen gekauft, aber ich finde das so kompliziert. Ich glaube ich schaffe das nicht.
DAher schaue ich halt, dass ich ihr ein hochwertiges Futter kaufe, wo viel Fleish drinnen ist und nicht nur nebenprodukte etc.

Abe ich werde mir sicher dieses Buch noch einmal hernehmen und vielleicht fang ich an, ihr hie und da rohes zu füttern.

Vielleicht kannst du mir ja einmal einen Tipp geben, was du da so fütterst.

Danke
Carmen
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KiWa

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Barfen...?
« Antwort #4 am: 07. Februar 2008, 12:54:21 »
Hallo Carmen,
auch unsere Hunde werden seit ich glaube (wenn ich die "Barf" Erfahrung meines Gögas dazurechne) schon über 15 Jahre ge"barft".
Was sicher neu ist, ist die Bezeichnung, die Fütterungsart gibts allerdings schon länger wie alle Fertigfuttersorten zusammen.
Aufgrund der heutigen Mentalität der Menschheit, die dazu neigt, prinzipiell mal den Hausverstand zu vernachlässigen und der Industrie, wird heutzutage versucht, alles zu "kommerzialisieren".
Wenn man mal logisch überlegt, ist es eigentlich gar nicht so schwer.
Die Überlegung beginnt bei: Was würde ein Hund/ Wolf in freier Tierbahn fressen.
Er würde jagen. Seine Beute sind Pflanzenfresser. Und da erwischt er nicht jeden Tag das Gleiche.
Also Fleisch, Gemüse, Öle, vl ein paar Kräuter dazu und das ganze nicht ausschließlich fett und auch nicht ausschließlich mager, nicht ganz kalziumlos (Knochen, Knorpel)und nicht zu einseitig, fertig ist das Barf-Geheimnis.  :D
Bei uns gibts hauptsächlich gemischtes Muskelfleisch vom Bauern, Kutteln, Lamm wenn ich billig krieg und Geflügel. An Gemüse Karotten, Sellerie, Salat,.....
Kräuter und Zusätze je nach Hund (alters und krankheitsbedingt).
Kartoffeln, Nudeln, Reis oder Flocken, je nachdem ob ich was koche, dann mach ich halt mehr, wenn nicht und wenig Zeit ist, gibts Flocken.
Wenn du mir jetzt sagt, du rechnest dir aus, was du wieviel am Tag zu dir nehmen mußt, dann kannst das auch bei deinen Hunden.
Nachdem du das aber nicht tust, warum solltest du das bei deinen Hunden tun?
lg
Manu

annette

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Barfen...?
« Antwort #5 am: 07. Februar 2008, 13:23:24 »
Hallo an alle,

erstmal zur Info: der kleine Hund ist Karli, den ich gerade auf Pflege bei mir habe. Er ist so süss, dass ich ihn am liebsten behalten würde. Meine Roxy habe ich euch "angehängt", sie schaut aber vom Kopf her größer aus, das Foto ist da nicht so vorteilhaft ;-)

Wegen Barfen: ich denke auch, dass es für die Hunde gut ist. Viele Tierärzte empfehlen es nicht, weil sie dann nicht mehr ihr Futter an den Mann bringen können ;-) Ich kenne keinen Hund, der gebarft wird, und dadurch irgendwelche Nachteile hat. Eine Freundin hat allerdings ihren Schnauzer mit Chappi gefüttert und der ist auch 15 geworden, also ich denke, man muss schauen, wieviel einem das selbst wert ist!

Was sind so eure Lieblingsrezepte? Wie fange ich an?

Liebe Grüße,
Annette, Silla & Roxy (und Karli natürlich auch)  :applaus:

Offline Lucy

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Barfen...?
« Antwort #6 am: 07. Februar 2008, 13:29:31 »
Hallo Manu,

ich verstehe leider deinen letzte Satz nicht ?(
Meinst du damit, dass ich mir ausrechnen muss wieviel ich lucy am Tag geben soll??
Ich habe sogar einen Fleischhauer bei uns im Ort. Dort könnte ich sicher das Fleisch besorgen. Bereitest du die Portionen vor, und frierst sie ein??Die Knochen gibst du auch Roh. Kann das nicht gefährlich werden??

LG
CArmen
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annette

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Barfen...?
« Antwort #7 am: 07. Februar 2008, 13:36:59 »
Bei Knochen ist es nur gefährlich, wenn man sie kocht, Hühnerknochen z.B. auf keinen Fall gekocht füttern, dann splittern sie!!!

Aber bei einem kleinen Hund würde ich auch keinen Riesenknochen füttern, weil der Stuhl ja immer recht hart wird dadurch...

KiWa

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Barfen...?
« Antwort #8 am: 07. Februar 2008, 18:06:41 »
Ich meinte damit nur, dass ja kein gesunder Mensch der Welt für sich eine tägliche Nährstoffberechnung anstellt, man weiß, viel Gemüse und Obst, wenig fettes Fleisch, etc. ist gesund.
Genauso ist es beim Hund, ich überleg nicht großartig was ich wann gebe. Meistens ist es eine Mischung aus, was bekomm ich grad billig und was hatten wir schon lang nicht mehr.
Ein paar Eckpfeiler sind halt wichtig, zum Bsp. immer ein Öl zu geben, damit auch die fettlöslichen Vitamine verdaut werden können, oder nicht nur Fleisch geben, nicht zuviel Getreide,.....
Aber auch bei den Ölen kauf ich nicht extra ein, ich nehm immer das was ich in der Küche hab, vom normalen Sonnenblumenöl bis zum Kernöl.
Von der Menge wieviel sie insgesamt bekommt, ist einerseits ihre Grösse wichtig, andererseits Faktoren wie Bewegung, Leckerliemenge am Tag, wie schnell neigt sie zum dickwerden, wie beim Fertigfutter auch.
Knochen gibts bei uns selten, weils 2 von 5 Hunden nicht vertragen, aber wenn, dann roh, wie Annette schon gesagt hat nicht kochen und sehr sparsam anfangen, weil Beton sch**** ist eher eine Qual für den Hund.

Bei 5 großen Hunden ist das wie tu ich eigentlich keine große Sache, wir machen Futter immer im Schaffel  :ohnmacht:
Aber ích kenn schon mehrere Varianten:
Gemüsegatsch gibts bei uns immer frisch, den kann man aber auch vorbereiten, je nach Menge portioniert in Eiswürfelbehältern, Fruchtzwergebechern, oder so Mini-Silikonbackformen, durchfrieren lassen und dann in ein großes Sackerl,....
 fürs Fleisch, das ist kiloweise portioniert gibts eine extra Tiefkühltruhe, weil wir immer gleich 200 kg einkaufen, da insgesamt 9 Hunde versorgt werden müssen (Gögas Schwester-Hunde).
Für kleinere Hunde würd ich entweder den Fleischhauer fragen, ob er dirs so portioniert, wie dus brauchst, oder halt einfach in einem großen Sack kaufen und selber portionieren.

Aufpassen würd ich nur bei den Fleischpreisen und beim Inhalt, dass nicht nur Müll drinnen ist.  Wegen der Fleischpreise, da ist hier im Forum eine Liste von einem Schlachthof zu finden, der zu den günstigeren Quellen zählt, ist auf alle Fälle mal ein guter Anhaltspunkt.
Zu den Kosten fürs Barfen allgemein: Ich füttere 4 Schäfer und einen Rottweiler um 150 € im Monat, inklusive aller Zusätze und Leckerlie.
Noch Fragen? Her damit

KiWa

  • Gast
Barfen...?
« Antwort #9 am: 07. Februar 2008, 18:08:29 »
Zitat
Original von annette
 Eine Freundin hat allerdings ihren Schnauzer mit Chappi gefüttert und der ist auch 15 geworden, also ich denke, man muss schauen, wieviel einem das selbst wert ist!
 
Ich denk dass ist wie bei den Menschen, der eine passt auf sein Ernährung auf und lebt gesund und wird nicht alt, ein anderer raucht und säuft bis er 100 ist, ich glaub Ausnahmen gibts immer, aber was für mich und meinen Hund ideal ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Offline Lucy

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Barfen...?
« Antwort #10 am: 07. Februar 2008, 19:09:57 »
Danke KiWa,

in meinem Buch sind auch einige Rezepte drinnen. Vielleicht probiere ich es einmal.
Lucy hat schon mal rohes Fleisch bekommen, und es schmeckt ihr irrsinnig.
Das mit den Knochen weiß ich auch.
Gemüse gibst du roh, oder dünstest du es vorher. Karotten z. B.

Danke noch einmal
Carmen
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(Albert Schweitzer)

KiWa

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Barfen...?
« Antwort #11 am: 07. Februar 2008, 19:23:21 »
Zitat
Original von lovelylucy
Danke KiWa,

in meinem Buch sind auch einige Rezepte drinnen. Vielleicht probiere ich es einmal.
Lucy hat schon mal rohes Fleisch bekommen, und es schmeckt ihr irrsinnig.
Das mit den Knochen weiß ich auch.
Gemüse gibst du roh, oder dünstest du es vorher. Karotten z. B.

Danke noch einmal
Carmen
Biologisch artgerechte ROHE Fütterung  :D

na roh natürlich, nur halt püriert, damit die Nährstoffe leichter aufgenommen werden können  ;)

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Barfen...?
« Antwort #12 am: 07. Februar 2008, 19:31:51 »
Vielen, vielen Dank

Carmen
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(Albert Schweitzer)

 

atnadmin