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Älteren Hund kastrieren.

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Teddy:
Ich hab ja erwähnt dass mein Hund momentan etwas krank ist. Er hat sich, vermutlich als Allergische Reaktion auf das ungewohnte Futter auf einer Stelle am hinteren rechten Oberschenkel wund geleckt und ist da natürlich immer dabei. Das muss fürchterlich jucken, denn er leckt und knabbert ständig daran herum. Der Kragen vom TA ist der reinste Horror. Der Hund ist natürlich sehr eingeschränkt, tut sich beim Trinken und essen sehr schwer und stößt natürlich überall an. Außerdem bekommt er sie. wenn ich den Trichter nicht sehr gut mit dem Halsband verknüpfe, schnell runter. Ich kann mich dann wieder mit dem Überziehen über seinen großen Schädel plagen. Habt ihr schon einmal eine Halskrause verwendet? Ich wollte so ein Teil versuchen weil es nicht so klobig wirkt und der Hund sich damit auch besser bewegen kann. Aber mir kommen die Dinger nicht sehr vertrauenswürdig für ihn vor. Ich habe Bedenken dass er trotzdem an die Wunde kommt. Wie gesagt die Wunde ist am rechten hinteren Oberschenkel. Zwar schon fast beim Schwanzansatz, aber der Ronny kann sich sehr verbiegen. Das sollte man einem so großen und doch älteren Hund nicht mehr zutrauen. Mir tut er halt mit diesen Trichter sehr leid und er sich selber auch.

Martin1971:
Wir haben Rüden bereits sehr früh kastrieren lassen und auch später. Bei einem Chihuahua Rüden haben wir die Operation mit etwa 5 Jahren machen lassen, und es hat sich nichts in Unangenehme geändert. Er ist ruhig, nicht hektisch, Hündinnen interessieren ihn nicht und das Markieren ist zu 98% weg. Aus Topolcany haben wir seinerzeit einen Malteser genommen. Er war geschätzt 6-7 Jahre alt und wir ließen ihn gleich kastrieren. Ob sich sein Charakter geändert hat, können wir nicht sagen da wir ihn zuvor zuwenig kannten. Aber er wurde auch nicht träge oder fett, das mit dem Markieren hat sich aber gar nicht geändert und er hat es nach wie vor gemacht. Ich denke, das ist von Hund zu Hund verschieden. Wichtig ist natürlich, dass der Arzt zuvor abklärt, wie fit der Hund für eine Narkose ist. Was das dicker werden angeht, das liegt am Hundebesitzer selbst.

Noch ein Wort zur chemischen Kastration. Wir haben das mal bei einem Spaniel ausprobiert. Er bekam den Chip für ein Jahr und das war eine großartige Sache, um die Kastration quasi zu probieren. Sollte man sich dann dennoch für die OP entscheiden, dann muss diese aber erfolgen, ehe der Chip abgelaufen ist , damit der Hormonlevel nicht Achterbahn fährt.

Artischocke:
Ich hasse diese Plastiktrichter auch sehr, mir tun die Hunde leid damit. Bei Belkos/jetzt Sammys OP sind wir sehr gut gefahren mit so einem Schutzkragen, gibts bei Fressnapf, Zooplus etc.




Teddy:
Hallo Martin
Das mit dem dicker werden bei kastrierten Hunden liegt natürlich in der Hand des Herrchens/Frauchens. Aber der Ronny ist ein ziemlich mäkeliger Esser. Sein Vorgänger war ein Staubsauger. Dem hab ich das Futter täglich vorgewogen. Der war bis zum Schluss gertenschlank. Ich finde dass jedes Kilo zu viel dem Hund nur schadet.
Ich habe ja Erfahrungen mit kastrierten Hunden beiderlei Geschlechts, nur waren die alle um vieles jünger. Markieren ist jetzt schon kein Problem. Er hat nicht einmal als er gekommen ist irgendwo markiert. Da ist er wirklich top. Ein bisschen "träger" darf er allerdings schon werden. Besonders dann, wenn er die gut duftenden Damen riecht. Momentan ist er kaum zu händeln, so wuschig wird er. Ein Freund von mir hat die chemische Kastra bei seinem Rotti machen lassen. Er war damals in etwa so alt wie der Ronny jetzt. Sehr viel gebracht hat es ihm aber nicht. Er hat sich trotzdem oft in einen Epilepsieanfall reingeschnüffelt. Ich hoffe der Ronny ist bald wieder ganz gesund, dann gehe ich die OP an. Bei der Narkose ist meine Ta sowieso sehr genau. Mir tut er nur wegen dem Trichter jetzt schon leid. Er hasst ihn.
@ Artischocke.
Wie groß ist dein Hund? Ich habe einen großen Berner Sennen Rüden. Für seine Größe kommen mir die Halskrausen zu klein vor.

Jendara:
Meinen Schäfer-Schnauzer-Mix hab ich mit ca 5 1/2 kastrieren lassen. In seinem Fall war das leider eine sehr nachteilige Entscheidung. Tasso hat aus dem Testosteron offenbar einen Großteil an Souveränität und Selbstbewusstsein gezogen. Er wurde, insbesondere bei Hundebegegnungen massiv unsicherer und letztlich auch leinenaggressiv.

Körperlich nimmt er seither deutlich schneller zu. War früher kaum was auf den Rippen, hat er mit der Kastration durchaus was drauf bekommen. Futter ist ihm auch deutlich wichtiger geworden. Damit könnte er früher kaum beeindruckt werden, heute ist das sein Hauptmotivationsmittel.
Seit ich diese Veränderung bei Tasso gesehen habe, bin ich ein kritischer Betrachter von späten Kastrationen. Man kann dadurch offenbar auch viel kaputt machen. War mir früher nicht bewusst.

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