Autor Thema: Langsam am Verzweifeln... Hund mit Angststörung  (Gelesen 21870 mal)

Offline York

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Re: Langsam am Verzweifeln... Hund mit Angststörung
« Antwort #15 am: 28. Juni 2018, 13:12:53 »
jeder Hund ist anders und hat seine mehr oder weniger schlimmen Erfahrungen oder eben ganz einfach nur Angst ... wie zB. beim Gewitter und ich kann auch aus jahrelanger Hundeerfahrung sagen, dass man wirklich recht viel auf das Tier rüber"projeziert" ... ohje Gewitter!!! armer Wauzi ... oder ohje Silvester ... wieder armer Hund ... Binas Vorgängerin , die sicher keine schlechte Kindheit hatte war zu Silvester so in Panik dass sie sich angekackt hat und je älter umso ärger wurde es ... deren Vorgänger wieder hatte auch Panik vor Schiessereien, als er aber alt und stocktaub wurde hat er Silvester verschlafen... Gewitter allerdings nicht weil er das "gespürt" hat ...
Dein Armer hat aber anscheinend vor vielem mehr Angst als vor Knallerei, es gibt ja bei uns nicht täglich Gewitter oder Schießereien ...
ich habe sehr gute Erfahrungen und auch eigentlich viele meiner Bekannten mit einer wirklich seriösen Tierkommunikatorin .. die ja auch dem Tier etwas vermitteln kann ... ob er es dann annimmt, ist eine andere Sache ... aber es wäre ein Versuch ..Du kannst sie unter office@sinneerleben.at. Homepage, www.echtverkehrt.at ...im Internet finden .... Foto von vorne  und Name des Tieres genügt ihr ... vielleicht kann sie euch helfen ... sie nimmt, glaube ich 60,-- oder zumindest nicht viel mehr . Wünsch euch viel Geduld und Kraft.
liebe Grüße Hanni

Offline dackelbein

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Re: Langsam am Verzweifeln... Hund mit Angststörung
« Antwort #16 am: 28. Juni 2018, 18:05:35 »
Gewitter in der Wohnung auszusitzen ist mit Sicherheit weniger belastend, als in einer Hütte in Nitra zu sitzen.
Auch bei mir wohnt ein Gewitter-Angst-Hund. Wenn mein Willi mich plötzlich auf´s Klo begleitet und hinter der Klomuschel sitzt,  :not speak: dann weiß ich daß ein Gewitter im Anzug ist, auch wenn noch weit und breit keine Wolke zu sehen ist. Wenn nachts Willi plötzlich ins Bett springt - am besten auf mich drauf  :beee: - dann ist sichergestellt, daß ich das Gewitter nicht einfach gefühllos verschlafe.  :alas: Ich nehme die Ängste einfach als Tatsache, die nicht zu ändern ist, zur Kenntnis und bin mir sicher, daß es sich unter Dach hinter geschlossenen Türen für einen Hund allemal sicherer anfühlt als im Freien.
Bestimmt wird Kito ruhiger, wenn er den Umzug einmal verdaut hat und sich auch in der neuen Wohnung mehr zu Hause fühlt.
LG
Brigitte
Ein gut erzogener Hund wird nicht darauf bestehen, daß Du Deine Mahlzeit mit ihm teilst. Er sorgt lediglich dafür, daß Dein Gewissen so schlecht ist, daß sie Dir nicht mehr schmeckt.

Offline Terryann

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Re: Langsam am Verzweifeln... Hund mit Angststörung
« Antwort #17 am: 28. Juni 2018, 19:51:31 »
...Vielleicht sollte ich auch noch eine Hundebox testen, das könnte zumindest die Situation in der Wohnung verbessern. ....

Eine passende gemütliche Box im Vorzimmer - vielleicht mit Blick ins Wohnzimmer? - könnte ihm schon gefallen/gut tun;

hört man im Vorzimmer oft Geräusche von draussen? vlt. beunruhigt ihn das auch? ev. Filzvorhang vor die Tür, das dämmt ...

und sonst kann es keinesfalls schaden, wenn du TellingtonTouches/Angstshirt, Bachblüten (siehe Links in o. Beitrag) mal versuchst.

LG
Lieben Gruß von Barbara, Bobby und Annie - in Gedanken bei uns: Terry

Offline Henny

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Re: Langsam am Verzweifeln... Hund mit Angststörung
« Antwort #18 am: 29. Juni 2018, 11:55:11 »
Da mein erster Schäfi zwar nicht wirklich ein Panik-Angsthund war, aber schon ordentlich Respekt vor Gewitter hatte, kann ich evtl. mit Erfahrungen helfen.

Wie Brigitte bereits geschildert hat, erkennen sie das nahende Gewitter bereits Stunden bevor überhaupt eine Wolke zu sehen ist - an der elektrischen Aufladung der Luft.
Im Sommer war die Heckklappe vom Auto den ganzen Tag offen - wenn sich der Hund ins Auto gelegt hat, konnte man sicher sein, daß in ein paar Stunden ein Gewitter kommt. Wenn es dann so weit war, habe ich das Auto zu gemacht und den Hund im Auto gelassen. Danach war er wieder ganz der Alte.
Seine Entspannung im Auto war dem "Faradayschen Käfig Auto" geschuldet:
https://de.wikipedia.org/wiki/Faradayscher_K%C3%A4fig

Was auch der Grund ist, warum er sich im Bad zwischen Klomuschel und Waschmaschine versteckt - die Waschmaschine ist aus Metall und so ist er wenigstens von einer Seite abgeschirmt. Wenn es sich um ein altes Bad mit Wasserleitungsrohren aus Metall handelt (keine Kunststoffrohre), schirmen auch diese ab. Für mich also sonnenklar, daß ein "Gewitterhund" in einer Wohnung das Bad bevorzugt.
Wenn Du die Möglichkeit hast, versuche, ihn die kritische Zeit im Auto verbringen zu lassen. Kannst Dich ja am Anfang dazu setzen, nur mach' nicht den Fehler ihn zu bemitleiden - damit erreicht man bei Angsthunden das Gegenteil. Du bestärkst damit nur seine Ängste - nimm ein Buch mit, oder fahr mit ihm spazieren. Behandle ihn jedenfalls wie wenn nichts wäre.

Wenn du eine Box in der Wohnung versuchen möchtest, dann unbedingt eine Metallbox (Käfig) wie diese z.B.:
http://www.zooplus.de/shop/hunde/hundetransportbox/transportkaefige/transportkaefig/3491
Eine Kunststoffbox wird wenig nutzen. Du kannst ihm ja dann noch eine Decke über den Käfig stülpen - die Box sollte aber auf jeden Fall aus Metall sein.

Generell ist es leider so, daß Ängste mit zunehmendem Alter nicht weniger sondern eher mehr werden. Da beim Gewitter nicht der Donner alleine ausschlaggebend ist, ändert sich das auch nicht wenn sie schon terrisch werden.

Noch ein kleiner Tipp: Versuche das Kapitel Efendi abzuschließen. Jeden GEDANKEN wie "das hätte Efendi anders gemacht" nimmt ein sensibler Hund wahr. Versuche nicht an Efendi zu denken, sondern konzentriere dich auf den jetzigen Hund. Es ist eine Tatsache, daß jedes Tier eine eigenständige Persönlichkeit ist und niemals mit einem anderen vergleichbar ist.

Vielleicht kannst uns weiter berichten - wünsche euch jedenfalls viel Glück!



Offline Sabine Noskowiak

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Re: Langsam am Verzweifeln... Hund mit Angststörung
« Antwort #19 am: 29. Juni 2018, 14:50:18 »
Hallo Jenny,

ja, da hänge ich mich nun mit rein. Ich denke ein wenig in Hennys Richtung, habe mich aber bisher nicht getraut, das hier zu erwähnen. Ich glaube nämlich auch, dass ein Teil des problematischen Zusammenlebens mit Kito nicht wirklich Kito geschuldet ist, sondern der Tatsache, dass du eventuell mit Efendi noch nicht ganz abgeschlossen hast. Versteh mich bitte nicht verkehrt, du sollst auf keinen Fall Efendi vergessen. Alle die hier mitlesen, davon bin ich überzeugt, werden beim Auftauchen deines Namens automatisch an Efendi denken und ihn vermissen. Aber ich denke auch, dass kaum jemand als ersten Gedanken Kito im Kopf hat, wenn etwas Neues von dir kommt.

Ich frage mich schon eine lange Zeit, warum du von Kito nicht soviel berichtest?! Natürlich hast du ja auch andere Baustellen in deinem Leben (du hast davon berichtet) und man hat nicht immer die Zeit und die Lust was zu schreiben oder die Möglichkeit. Aber ich hatte eher den Eindruck, dass du mit Kito nicht im Reinen bist. Der ist irgendwie über in deinem Leben, passt da nicht so richtig rein - glaube ich. Mit Efendi hast du viel unternommen, warst mutig und taff. Bei Kito sieht das alles so schlaff aus, so ausgebremst, als hättest du bereits resigniert - als würdest du daran zweifeln, ob ihr wirklich zusammengehört. Bitte Jenny, bitte liebe Mitleser, versteht mich hier nicht verkehrt und einen eventuellen Shitstorm dann an meine PN, aber bitte Jenny überprüfe noch mal in aller Ruhe deine Einstellung zu Kito und ob du nicht aus deinem Fixplatz eine Pflegestelle machst und Kito somit die Möglichkeit auf ein anderes Zuhause einräumst. `Tschuldigung und viel Asche auf mein Haupt - aber du, dein Partner, deine Katzen und auch Kito haben einen Platz im Leben verdient wo es fluppt, ein Team steht - alle eins sind. Natürlich gibt es immer und überall (auch bei uns mit Bommel und Mimo) Unstimmigkeiten, kleine Probleme, kleine Ärgernisse - aber die Grundchemie stimmt und wir alle wissen das und lassen uns das auch merken. Wenn das bei euch nicht so ist, dann merkt Kito das auf jeden Fall auch und verhält sich dann entsprechend. Wahrscheinlich ist euer Problem nicht nur ein Gewitter - und Geräuschproblem und auch die Katzenhatz lässt sich vermutlich in den Griff bekommen. Aber was mich so stutzig macht, sind die Nuancen im Verhältnis Efendi / Jenny und Kito / Jenny. Den Ef. hättest du ungern zu einer anderen Person gegeben für einen Auftritt, einen Abend mit Freunden oder sonstigen Aktivitäten. Sein Raum in deinem Leben wurde immer größer, Freizeit, Urlaub, Bekannte, Aktivitäten und Wohnraum wurden mehr und mehr ausgeweitet. Der Ef. gehörte dazu. Kito dagegen scheint einfach eben nur da zu sein - und der Draht fehlt. Naja, du gehst mit ihm zur Show - aber dein Anliegen war scheinbar nicht etwas gemeinsam mit ihm zu machen, sondern eine Lanze zu brechen für Hunde aus dem Tierschutz. Und du sperrst ihn wegen der Katzen aus dem Wohnzimmer, da sitzt du doch und du wünscht dir Kontakt, machst den aber wegen des Katzenschutzes unmöglich. Ich denke, wenn du deinen Katzen Möglichkeiten schaffst sich auf hohe Stellen zu flüchten und die sich auch selber erwehren müssen, schaffst du ein anderes Klima. Das geht natürlich nur, wenn du dabei bist. Wenn keiner da ist, ist eine sichere Trennung auf jeden Fall angezeigt. Ein klein wenig lese ich aus deinem Thread, dass dir das Feeling verlorengegangen ist für Kito mehr tun zu wollen. Das liest sich so gequält, so - er ist halt da und jetzt muss ich da durch -. Sicher, eine kaputte Einrichtung ist ärgerlich, der Rest auch und alles zerrt an den Nerven. Aber eine Jenny von Efendi wäre das anders angegangen. Mit Esprit,  Ausprobieren, Ausdauer, Möglichkeiten finden und ganz viel Liebe und Verständnis.
Die Jenny von Kito ist vollkommen genervt, unentspannt, angefressen und tief in ihrem Innersten zweifelt sie daran, dass sie für Kito etwas Schönes machen kann und will. Alles was Kito macht ist von vorneherein schon zum Scheitern verurteilt. Die Jenny von Ef. hätte nie die Wohnzimmertüre geschlossen bei Angst des Hundes, weil er da sonst nur auf - und abläuft. Ja, Jenny, stört denn dann Kitos Angst beim Fernsehgucken - oder was!?Vielleicht täuscht dich dein Eindruck, Kito wäre auch nicht ruhiger, wenn du dabei bist. Nicht jeder Hund will gleich in die Arme geschlossen werden, manche wollen nur einfach direkte Nähe - kein Angrapschen. Wenn es bei uns gewittert, hat Bommel eine Heidenangst. Gerade dann ist er froh, wenn wir in seiner Nähe sind. Trost braucht er nicht und auch keine Ansprache. Auf keinen Fall will er dann betatscht werden. Aber er will auf jeden Fall nahe bei mir / uns liegen. Wenn er dann spürt, dass wir gelassen sind und Gewitter gibt es bei uns nicht in dem Moment, reicht ihm das um runter zu kommen. Aber es muss der selbe Raum sein. Bei uns gewittert es häufig nachts - ich schlafe dann im Wohnzimmer auf dem Sofa und beide Hunde liegen vor dem Sofa und geben sich damit zufrieden, dass man da liegt und sie beschützt. Im Schlafzimmer geht das nicht so gut, sie passen nicht beide auf einmal seitlich vors Bett. Wenn es mal unterwegs gewittert muss ich mit beiden Hunden an der Leine ausdrücklich meinen Rhythmus gehen. Bommel ist dann sehr unruhig, muss aber hinnehmen, dass ich das Sagen habe und ich lasse mich nicht auf eine übersteigerte Hast ein. Ich tröste auch dann nicht, sondern beharre auf dem, was ich will. Fluchtaktivitäten unterstütze ich nicht und ich mache auch gerne schon mal die eine oder andere Sitz - und Platzübung um Normalität anzudeuten. Jenny, bitte lasse Kito nicht allein mit seiner Angst hinter zugesperrten Türen. Körperlicher Trost ist wohl unnötig nach deinen Beschreibungen aber das Vermitteln von Schutz, Nähe und Geborgenheit ist sicher für Kito extrem wichtig. Die Angstrückzugsecke bei Gewitter sollte so liegen, dass Kito dich / euch sehen kann und bei euch liegen kann in unmittelbarer Nähe, wenn er da Wert drauf legt. Du verschliesst bei Kito aus irgendwelchen Gründen sämtliche Räume, die Jenny von Efendi hätte alle Räume geöffnet, damit sich ein Efendi bei Angst und / oder Gewitter den Ort suchen kann, der ihm am meisten Schutz verspricht und die Nähe aussuchen konnte, die er zu seiner Jenny haben wollte in diesem Moment.
Bitte überdenke dein Verhalten / dein Verhältnis zu Kito und welche Möglichkeiten du ihm einräumen willst und kannst, doch ein Team zu werden. Pflege - oder Fixplatz, aber Rückgabe ins Heim sollte keine Option sein. Ich denke als Fixplatz musst du Kito anders gegenüber auftreten und ich glaube aus meinem bisherigen Kontakt zu dir heraus, dass du tief in deinem Innersten auch weißt, dass ein Teil der fehlenden Chemie in dir verankert ist. Lass das Gehabte los, mach Platz für Kito - er ist definitiv anders als Efendi - und gib Kito die Chance auf ein vollwertiges, abgerundetes Leben, die du Efendi auch gegeben hast. Er kann Efendi nicht ersetzen, er ist Kito und er bleibt Kito. Ich fände es schön, wenn er das bei dir bleibt und wird - DEIN KITO! Öffne dich für ihn und er wird offen für dich.

So, das war nun lang und meine Meinung. Als ich deinen Beitrag gelesen habe, hatte ich überhaupt nicht den Eindruck als würdest du die Ängste deines Hundes schildern - es war die Beschreibung irgendeines Hundes, der vorübergehend in deiner Wohnung weilt. Mach Kito zu deinem Hund. Wenn er endlich richtig ankommen darf, wird er das auch tun. Da bin ich mir ganz sicher. Und dann sucht er vertrauensvoll deine Nähe, wann immer er sie braucht.
« Letzte Änderung: 29. Juni 2018, 15:02:39 von Sabine Noskowiak »

Offline Henny

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Re: Langsam am Verzweifeln... Hund mit Angststörung
« Antwort #20 am: 29. Juni 2018, 20:44:46 »
Ganz kann ich dem Beitrag von Sabine nicht zustimmen - die Gewitterangst wird sich durch mehr Bindung nicht bessern - bestenfalls die fehlenden Emotionen.
Mein "Gewitterschäfi" hatte zu mir eine sehr starke Bindung (war hundetypisch dort wo ich war), aber beim Gewitter war er trotzdem lieber im Auto, als bei mir - sofern ihm das möglich war. Das Höchstgefühl war natürlich wenn ich mich zu ihm ins Auto gesellt habe.

Einen Ratschlag wie Kito mit Katzen gehalten werden soll, wage ich nicht zu geben - nur Chiquita, die ihn kennt und einschätzen kann, weiß, ob ein Aufenthalt in einem Raum möglich wäre. Es gibt leider Hunde, die können nie mit Katzen unter einem Dach leben - ob das bei Kito möglich wäre, kann ich als Außenstehender nicht beurteilen. Bei diesem Größenunterschied sich auf irgendwelche Experimente einzulassen würde ich nicht raten - Katzen leben gleich gerne wie Hunde und haben auch nur eines (auch wenn ihnen mehrere nachgesagt werden... :icon_e_wink: ).


Offline Terryann

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Re: Langsam am Verzweifeln... Hund mit Angststörung
« Antwort #21 am: 29. Juni 2018, 20:58:30 »
hallo Jenny,
im April hattet ihr Jahrestag
https://www.animalhope-nitra.at/forum/index.php?topic=30163.msg560808#msg560808
so schöne Bilder!!

sag, wann seid ihr denn übersiedelt?
kann es sein, dass Kito erst dachte, das sei ein Kurzurlaub,
und dass es ihn dann sehr verunsichert hat, dass er die vertraute Umgebung verloren hat, wo du und er euch durch deinen super Einsatz so nahe gekommen seid?

Lieben Gruß von Barbara, Bobby und Annie - in Gedanken bei uns: Terry

Offline Terryann

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Re: Langsam am Verzweifeln... Hund mit Angststörung
« Antwort #22 am: 30. Juni 2018, 09:20:26 »
liebe Jenny,
du hast Kito zu einem wunderbaren Neustart verholfen.
Tatsache ist aber denke ich, dass sein Idealplatz ohne Katzen sein sollte, damit er vertrauensvoll jederzeit zu seinem Menschen kann.
Ich denke, er sollte auch wieder in der Vermittlung sein, damit er dafür eine Chance bekommt.
Du hast so toll mit ihm trainiert und gearbeitet, also höchsten PS-Einsatz geleistet, und tust ja weiterhin dein Möglichstes, aber du brauchst kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn du versuchst, einen optimalen Lebensplatz für ihn zu finden.
Lieben Gruß von Barbara, Bobby und Annie - in Gedanken bei uns: Terry

Offline Chiquita28

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Re: Langsam am Verzweifeln... Hund mit Angststörung
« Antwort #23 am: 02. Juli 2018, 10:24:27 »
Zu allererst möchte ich mich bei euch allen für die Anteilnahme und die vielen, teilweise sehr ausführlichen, Beiträge bedanken! Gleich mal vorweg - als ich diesen Thread vor ein paar Tagen begonnen hatte, war ich (wie der Titel schon sagt) wirklich sehr verzweifelt. Dabei bin ich wahrscheinlich weniger wütend auf Kito als auf mich, weil ich mich fühle als würde ich bei diesem Hund komplett versagt haben. Als könnte ich seinen Bedürfnissen nicht gerecht werden...  Mir gingen einfach schon die Ideen aus, was ich noch besser/anders machen könnte, für ein schöneres Zusammenleben. Ich will ja nicht nur dass es MIR gut geht in der neuen Wohnung, sondern vor allem meinen Tieren, für die ich die Verantwortung trage! Ich bin zurzeit nur noch mit Problemlösungen beschäftigt und nichts davon fruchtet, das ist schon ziemlich frustrierend für mich. Ich hab mich von Anfang an bemüht, Kito so zu akzeptieren, wie er ist. Er hat bei mir viel mehr Freiheiten als alle anderen Hunde, die ich bisher hatte. Ich ließ ihn viele Dinge selbst bestimmen, weil ich merkte dass er ein sehr eigenständiger Hund ist der sich manches einfach nicht nehmen lässt und weil ich draufgekommen bin dass, gewisse Regeln von mir bisher ohnehin ziemlich unnötig waren (Hund darf nicht in die Küche, Hund soll links gehen, Hund soll "Platz" machen wenn wir unterwegs sind und ich mich hinsetze...). Ich bin der Meinung dass ich mich seit Kito ziemlich weiterentwickelt habe, was meine Erzieherqualitäten betrifft und zwar in eine positive Richtung.

Ich hab mit ihm, so wie auch mit Efendi, letzten Sommer mit der Hundeschule begonnen, um ihn sinnvoll zu beschäftigen und an unsrer Beziehung zu arbeiten. Leider mussten wir nach wenigen Monaten aufhören, weil er sich am Hundeplatz wettertechnisch immer weniger wohl gefühlt hat. Im Sommer gibts leider öfters auch am Nachmittag kurze Gewitter und es reichte dann oft schon ein Lüfterl oder ein Flugzeug, das ihn komplett aus der Bahn geworfen hat und ein weiterarbeiten unmöglich machte. Ist doch egal, dachte ich mir, ein 10-jähriger Hund braucht nicht unbedingt in die Hundeschule zu gehen, dem reichen sicher auch schöne abwechslungsreiche Spaziergänge, ein warmes Zuhause und gutes Futter. Seit Silvester wurden die Spaziergänge immer schwieriger. Zuerst wo sie noch geschossen haben wollte er mir gar nicht raus, was auch verständlich war. Wir reduzierten die Spaziergänge auf ein Minimum. Ich suchte mir abgelegene Strecken, wo wir Ruhe hatten. Trotzdem gab es dann so Punkte, an denen wollte er einfach nicht vorbei. Ich versuchte erst, nicht darauf einzugehen und seine Angst zu ignorieren, indem ich selbstbewusst weiterging. Nachdem das nicht funktionierte, weil er den Rückwärtsgang einlegte, nahm ich ihn mit und motivierte ihn mit fröhlichen Worten und Lockrufen. Irgendwann wurde mir das aber zu anstrengend, weil es ziemlich ins Kreuz geht, einen 37 kg Hund zu haben der ständig gegen einen arbeitet und sich immer wieder in Leine hängt. Mittlerweile, wenn er sich plötzlich aus dem Nichts heraus fürchtet und in den Fluchtmodus schaltet, gehe ich mit ihm sofort nach Hause.

Ich muss sagen, egal wie ich auf seine Angst reagiere, er verhält sich immer gleich. Deswegen kann ich mir auch nicht vorstellen dass es bei Kito so starke Auswirkungen haben soll, was ich denke und fühle. Klar, wenn ich aufgeregt bin und Sachen packe, weil ich mich für nen Ausflug vorbereite ist er ebenfalls aufgeregt und kanns kaum erwarten, dass es los geht. Wenn er aber in seine Panik verfällt, reagiert er nicht mehr auf mich. Da kann ich noch so cool bleiben, es macht keinen Unterschied. Ich hab das mit dem Gewitter eh schon als "normal" akzeptiert und weiß: es blitzt und donnert - Kito fürchtet sich und braucht nen Platz zum Verstecken. Ich hab weder Mitleid mit ihm, noch denk ich mir im Vorhinein "Ma hoffentlich kommt jetzt kein Gewitter, so lange wir spazieren gehn." Ich nehm die Dinge wie sie kommen. In der Wohnung meines Freundes haben wir dann immer schon gesagt, Kito sieht wieder seine Geister. Er hat sich den Platz im Badezimmer übrigens selbst ausgesucht. Die Tür zu Wohnzimmer und Schlafzimmer war anfangs immer offen, aber er kam da abends nie zur Ruhe. Je weniger Raum er zur Verfügung hatte, umso besser. Es gab dort auch keine Katzen in der Wohnung. Deswegen seh ich die Katzen nicht als Hauptproblem.

Gestern starteten wir einen neuen Versuch. Während des Fernsehens kam Kito an der Leine mit ins Wohnzimmer. Schon kurz bevor es dunkel wurde, merkte ich, dass er wieder nervös wurde und sich vor etwas fürchtete (Gewitter konnte es keines sein, gabs jetzt schon tagelang nicht mehr und auch gestern nicht). Ich setzte mich gemütlich aufs Sofa und konzentrierte mich auf den Film. Kitos Angst versuchte ich zu ignorieren. Er war sehr aufgeregt und ging an der Leine auf und ab, versuchte aufs Sofa zu springen, drückte sich ab und zu gegen mich, hat überlegt, ob er sich unterm Couchtisch verstecken soll, tats dann aber doch nicht, legte sich immer wieder kurz hin, nach wenigen Sekunden sprang er wieder auf. Er hechelte die ganze Zeit über. Nach ca. 1 Stunde war der Film aus und ich ging Zähneputzen. Kito legte sich ins Badezimmer und war ruhig. Versteht ihr, warum ich kein schlechtes Gewissen mehr habe, wenn ich ihn "wegsperre", wenn er sich fürchtet? Er ist der Typ Hund der sich bei Gefahr lieber versteckt und nicht den Schutz beim Menschen sucht. Natürlich wärs ihm wahrscheinlich lieber, ich würde den ganzen Abend bei ihm im Badezimmer sitzen statt zu fernsehen aber bei aller Liebe - das kann ich nicht. Ich richte mein Leben sehr nach den Tieren aus, werde meines aber nicht komplett aufgeben. Ich hab mir damals bei der Wohnungssuche Zeit gelassen, um eine Wohnung zu finden, wo nicht nur Tiere erlaubt waren, sondern wo sowohl Katzen als auch Hund ausreichend Platz zur Verfügung haben und musste somit sehr genau auf die Raumaufteilung achten. Ich hab einen Partner an meiner Seite, der sich zwar selber keinen Hund nehmen würde, aber Tiere mag und von Anfang an akzeptiert hat, dass Kito seine Eigenheiten hat. Ich hab ihn vor kurzem gefragt was passieren müsste, dass er sagt er will nicht mehr mit dem Hund zusammen leben. Er hat kurz überlegt und dann gesagt, da gibt es nichts warum er weg müsste. Er ist eher so dass er mit mir überlegt, was wir noch probieren könnten, damit es Kito besser geht und über diese Unterstützung bin ich sehr froh. Wenn ich von der Arbeit heimkomme schnapp ich mir sofort den Hund und geh mit ihm raus, noch bevor ich mir z.B. was zu trinken nehme oder aufs Klo gehe, weil ich ihn nicht mehr länger warten lassen will. Wenn es mir möglich ist nehm ich Kito auch überall hin mit. Er hat keinen geringeren Stellenwert in meinem Leben als Efendi. Es gibt nur viel mehr Dinge, die ich bei ihm bedenken muss und auch mein Leben hat sich sehr verändert. Deshalb schreib ich jetzt auch viel weniger ins Forum als noch vor 2-3 Jahren. Damals zog ich in eine neue Stadt, weit weg von meinen Freunden und meiner Familie. Es gab nur Efendi und mich. Mein Hauptsinn im Leben war neben der Arbeit, mich an das Leben mit einem Hund zu gewöhnen und dieses erfolgreich und zum Wohle von Efendi, den Katzen und mir zu meistern. Es gab so viele Dinge, die ich davor noch nicht wusste und wo ich um Rat fragte. So viele Erfolgserlebnisse, die ich mit euch teilen wollte. Grundsätzlich bin ich ein Mensch, der lieber über Positives berichtet. Ich freue mich, wenn ich Bilder von einem glücklichen Hund zeigen kann. Kito fürchtet sich vor der Kamera und dabei ist es egal ob Handy oder Digital, Blitz hab ich bei ihm sowieso nie aktivert. Dadurch ist es schonmal schwierig, Fotos von ihm zu machen. Wenn er mal abgelenkt ist dann ist er in Bewegung und kaum bekommt er was davon mit, dreht er sich um oder geht weg.

Ich hab mir den Beitrag von dir Sabine gestern in Ruhe durchgelesen und kann zu 100% verstehen, warum du so denkst. Über das Forum, über mein Schreiben, die wenigen Fotos etc. bekommt man schnell mal den Eindruck, dass mir Kito nicht so sehr am Herzen liegt wie Efendi und er mehr ein Mitläufer ist als ein wertvolles Familienmitglied. Das möcht ich aber so nicht stehen lassen. Es wird ja immer gesagt, man kann und darf zwei Hunde nie miteinander vergleichen, weil jeder seine eigene Persönlichkeit hat. Wenn mans genau nimmt darf man dann aber auch nicht Efendi-Jenny mit Kito-Jenny vergleichen. Efendi hatte einen ganz anderen Charakter und es gab andere Probleme, an denen ich mit ihm arbeitete. Ich hab ihn einmal in fremder Umgebung untergebracht wegen eines wichtigen Termins, was zur Folge hatte, dass mich die Aufpasserin verzweifelt anrief, Efendi würde sie anknurren und nicht mehr aus der Küche rauslassen. Ich war froh, dass damals nicht mehr passiert ist und wollte so eine Situation nie wieder haben. In den Urlaub konnte ich ihn dafür problemlos mitnehmen. Er war selbstbewusst genug, dass ich ihn selbst in fremder Umgebung kurz alleine lassen konnte und er hat mir auch nie was kaputt gemacht. Auch sonst gab es viele Dinge, die man mit der jetzigen Situation einfach nicht vergleichen kann. Dafür hatte Efendi oft Schwierigkeiten mit anderen Hunden, was ein Punkt ist den ich bei Kito sehr zu schätzen weiß. Also jetzt zu Kito. Ich hab vom ersten Tag an, wo mir Kito bei der Nitra-Heimfahrt während des ins-Auto-Ladens am Rastplatz kurzfristig davongelaufen ist, alles dafür getan, um eine gute Bindung zu ihm zu entwickeln. Ich hab ihn von Anfang an akzeptiert wie er ist und ihn auch regelmäßig vor anderen Menschen verteidigt die meinten, dass mein Hund ziemlich speziell, anders, anstrengend oder sonstwas ist (Anm.: Das waren alles Menschen, die längerfristig mit ihm zu tun hatten, hauptsächlich Freundinnen und meine Mama, wo er eine Urlaubswoche verbracht hatte. Beim ersten Kennenlernen höre ich sonst von allen Seiten, dass ich so nen braven, umgänglichen Hund habe). Das ist auch der Grund, warum ihr die Situation wahrscheinlich erst dann verstehen werdet, wenn ihr mal 1-2 ganze Tage mit uns verbringt. Ob es Kito wo anders besser hat? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Er ist da ähnlich wie Kiara. Alle Menschen sind super und toll und bei Fremden drängt er sich oft richtig auf und kann von Streicheleinheiten nicht genug bekommen. Er läuft auch schnell mal mit anderen mit und vergisst dabei auf mich. Ist halt die Frage, ob es an mir liegt oder an der Tatsache, dass er durch die traumatischen Ereignisse in jungen Jahren und aufgrund seines Charakters nicht wirklich bindungswillig ist. Bei meinem Freund und mir merkt man schon, dass er mich ihm gegenüber bevorzugt und sich von mir auch mehr sagen lässt. Was mich betrifft möchte ich ihn auf keinen Fall weggeben! Es hat mich richtig traugig gemacht, als ich den Vorschlag gestern gelesen hab. Ich hatte auch nie mit dem Gedanken gespielt, Kito wieder ins Tierheim zurückzubringen! Ich mach mir nur sehr viele Gedanken über sein Verhalten und seine Bedürfnisse und nachdem er sich in kleineren Räumen wohler fühlt als in einer ganzen Wohnung und in letzter Zeit nicht mehr so viel Freude bei den Spaziergängen hatte war das einfach eine Schlussfolgerung, die ich etwas unüberlegt ausgesprochen hab.

Zur aktuellen Situation, Kito bekommt seit 3 Tagen CBD Tropfen und ich werde ihm eine Metallbox besorgen. Außerdem habe ich mit Suchspielen in der Wohnung begonnen, damit er wieder kleine Erfolgserlebnisse hat. Werde natürlich weiterhin berichten, was sich so tut bei uns!

Henny: Danke für deinen Bericht über die Gewittersituation bei Hunden! Das hat mir wieder zu einem besseren Verständnis geholfen. Kito fühlt sich auch sehr wohl im Kofferraum während es regnet oder gewittert. Wäre neben der Box noch eine Möglichkeit, die ich ausprobieren könnte.
Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünscht für diese Welt. (Gandhi)

Offline York

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Re: Langsam am Verzweifeln... Hund mit Angststörung
« Antwort #24 am: 02. Juli 2018, 10:45:16 »
liebe Jenny ... durchhalten, Du machst das schon richtig und Kito darf sich freuen so ein verständnisvolles Frauerl zu haben ... ich habe seit meiner Kindheit mit diesen "Gewitterhunden" zu tun ... unsere Campingurlaube als ich noch ganz klein war, mit Zelt ... mit einem völlig durchgedrehten Foxterrier, der nicht zu halten war , meine Eltern zerkratzt, weil sie ihn festhalten mussten, er wollte sich unter dem Zelt durchgraben  (gebissen hat er wenigstens nicht) ... irgendwann hatten sie die glorreiche Idee mit dem Auto.. er fühlte sich wohl und das nächste Gewitter konnte kommen ... meine eigenen Hunde als ich erwachsen war , auch immer wieder solche die durchgedreht sind ... im Küchenkastel versteckt, unterm Schreibtisch... im Auto fühlten sie sich am sichersten ... die "längsten" Silvester meines Lebens, verbrachte ich 2-3  Stunden auf der Autobahn .. so viele Feuerwerke habe ich noch nie gesehen und meine damalige Hündin konnte endlich, nachdem sie sich allein schon wegen der Vor-Silvester-Schiesserei vor Angst angemacht hat ... endlich entspannen.
Ich weiß wie stressig es für Dich ist, wie leid Dir dein Hund tut .
alles Liebe!

Offline Isabelle

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Re: Langsam am Verzweifeln... Hund mit Angststörung
« Antwort #25 am: 02. Juli 2018, 13:03:22 »
Und du sperrst ihn wegen der Katzen aus dem Wohnzimmer, da sitzt du doch und du wünscht dir Kontakt, machst den aber wegen des Katzenschutzes unmöglich.

Ja, dieser nervige Schutz der Katzenleben aber auch, ts ts... Wie manche einfach vorschlagen, die Katzen sollen halt so lange in Stress leben (zur Not halt wo rauf flüchten), bis sich vielleicht alle daran gewöhnen, finde ich bemerkenswert. Katzen haben ja wohl auch ein Anrecht auf Schmusestunden. Von den ganzen anderen Unterstellungen und Vermutung in diesem Post, die ich mir nie erlauben würde, da ich die Situation nicht persönlich kenne, mal gar nicht zu reden. Find ich irgendwie unangebracht. Hätte man - wenn schon - dann wohl auch per PM schreiben können.

Wünsche dir, Jenny, und Kito auf jeden Fall viel Glück, hoffentlich wirkt bald etwas und die Situation verbessert sich!

Offline Mitzi

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Re: Langsam am Verzweifeln... Hund mit Angststörung
« Antwort #26 am: 02. Juli 2018, 13:17:51 »
Hast du super geschrieben jenny. Ich weiß das du nur das beste für deine tiere will. Ich kenne das und hab mir auch schon öfter gedacht ob es nalo oder auch pippi wo anders besser hätten wenn das und das ist. Aber zuviel nachdenken bringt nichts. Kito ist definitiv glücklich. Ist gut wenn du dir soviele gedanken machst aber ( ich kenn das von mir) oft ist es besser nicht zuviel drüber nachzudenken. Dadurch das man nur das beste für seine tiere will läuft man gefahr sich in irgendwas zu verrennen. Ich bin da auch oft so. Dann muss ich mich wieder zusammen nehmen und alles lockerer nehmen 
Wenn man sein bestes gibt dann ist doch alles ok. Und jeder hund hat seine eigenheiten die man in lszfe der zeit kennen und bestenfalls lieben lernt.

Offline Sabine Noskowiak

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Re: Langsam am Verzweifeln... Hund mit Angststörung
« Antwort #27 am: 02. Juli 2018, 13:36:39 »
Hallo Jenny,

schön, da habe ich aber bewusst was losgetreten bei dir. Hmmmm, wie schreib ich das jetzt? Eigentlich hatte ich gehofft, du würdest dich mit der Situation gedanklich befassen und das Ganze mal in diese Richtung überdenken. Das ist wohl passiert. So wenigstens entnehme ich das deiner langen Antwort.  Es tut mir Leid, dass du durch mein Schreiben traurig wurdest und ich dir damit eine schlechte Zeit und eine schlechte Stimmung verursacht habe. Das war nicht meine Absicht. Und ich bitte um Entschuldigung, wenn du gemeint hast, du müsstest dich rechtfertigen für dein Verhalten. Auch das musst du mir gegenüber sicher überhaupt nicht. Tut mir Leid, wenn ich dir persönlich zu nahe getreten sein sollte. War ganz und gar nicht meine Absicht. Und aus alten PN-Kontakten weisst du, dass ich deinen Umgang mit deinen Hunden sehr schätze und du mir da sogar eine Orientierung bist, obwohl wir uns noch nie persönlich getroffen haben.

Aber bei alle dem ist doch etwas passiert. Du wurdest von jemandem ganz außerhalb deines alltäglichen Umfeldes mit der Möglichkeit eines ganz deutlichen Cuts konfrontiert - Kito weg!!! Das Ergebnis lässt sich doch sehen. Ich bin froh, dass du so deutlich Position zu Kito beziehst und vielleicht war dieser Anstoß nötig um aus der Lethargie rauszukommen. Du brauchst nicht auf dich wütend zu sein, du versagst nicht bei Kito. Es ist bloß nicht immer leicht, es geht um lebendige Wesen und die pflegen nun mal eigene Charaktere und Bedürfnisse zu haben. Da könnte ich dir Sachen von Bommel und Mimo schreiben - mich packt manchmal die Wut, wenn Bommel mich mit seinen 35 kg auflaufen lässt und andere Leute sehen können, dass er eben nicht immer bei Fuß geht, wie es dem dicken, alten Frauchen beliebt. Und Mimo vermittelt oft den Eindruck als würde er Zuhause nie geschmust. Er klebt förmlich an unseren Besuchern und draußen macht er sich auch schamlos stalkend an jeden ran, mit dem ich mich unterhalte. Im Haus ist er der Pattexhund. Dass der bei der ganzen Streichelei überhaupt noch Fell hat...

Schön, dass du weiter mit Kito arbeitest und ich freue mich, dann demnächst weitere Berichte zu lesen. Ich finde es übrigens ganz toll und auch mutig von dir, dass du kein Blatt vor den Mund nimmst und auch mit Negativseiten an die Öffentlichkeit gehst. Da gehört schon was dazu! Und manches davon ist, bei Licht gesehen, noch nicht mal so negativ wie du das denkst oder empfindest. Auch bei uns anderen passieren Möbelschäden, Charakterhunde, Mobbingversuche, Seh - und Hörkrankheiten und Sturheitsanfälle, Wahnvorstellungen von Supergröße oder Winzigkeiten, und, und, und....- aber die meisten von uns behalten die stillschweigend für sich - könnte doch sonst einer aus dem Forum auf die Idee kommen uns zu kritisieren.

Dank deines Beitrages habe ich auf jeden Fall durch Hennys Ausführungen auch noch dazugelernt.

Jenny, du wirst das whoppen - war vermutlich nur ein kleiner Anfall von Kopf-los-sein! (Haben wir alle mal?!) Wenn du wüsstest, dass ich mich damals um meine Katze zu retten bäuchlings mit geballter Faust zwischen Bommel, Molli, die Hauswand und das Sofa geschmissen habe, würdest du nur den Kopf schütteln. Ja, Henny hat nämlich Recht. Man muss den Größenunterschied beachten und Katzen haben tatsächlich nur ein Leben.

Nix für ungut,
Sabine.

Offline Sabine Noskowiak

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Re: Langsam am Verzweifeln... Hund mit Angststörung
« Antwort #28 am: 02. Juli 2018, 13:54:43 »
Danke, Isabelle - du hättest mir übrigens auch PN schreiben können, Shitstorm an meine PN hatte ich ja im Vorfeld angeboten um diesen Thread damit nicht zu belasten.

Da du ja anscheinend meine Situation so gut kennst, hier zum besseren Verständnis: Jenny und ich hatten bereits öfter Mailkontakt miteinander und unsere Katze lebt noch und dass sogar nach der erfolgreichen Ansiedlung zweier Hunde. - Ts, ts, ts. (Du wolltest dir doch keine Unterstellungen und Vermutungen erlauben, wenn du die Situation nicht persönlich kennst. Also wieso dann gegenüber mir, wurden wir uns bereits vorgestellt???) Kritik an meinen Äußerungen hätte dann wohl auch eher Jenny zugestanden als dir, der hatte ich nämlich geantwortet und das in dem Wissen, dass sie aus unserem Vorkontakt verstehen würde, wie meine Ansprache an sie gemeint ist.

Dankbar also für weitere deiner Anregungen an meine PN, hier geht es um Jenny und Kito und nicht um uns beide,
Sabine.


Jenny, entschuldige vielmals diesen Zornesausbruch. Aber ich hielt nun Isabelles Äußerung für wenig konstruktiv.
« Letzte Änderung: 02. Juli 2018, 14:01:23 von Sabine Noskowiak »

Offline Christine216

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Re: Langsam am Verzweifeln... Hund mit Angststörung
« Antwort #29 am: 02. Juli 2018, 16:02:17 »
Liebe Jenny!
Hast du das schon probiert? Es ist beruhigend und hilft ängstlichen Hunden!!
Lg