Autor Thema: Doby- ein Pechvogel  (Gelesen 5547 mal)

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Offline York

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Re: Doby- ein Pechvogel
« Antwort #15 am: 24. April 2019, 15:32:49 »
Dein Osterfoto mit der ganzen Bande ist genial .... irgendwie schaffe ich es kaum, dass mal meine eh nur 2, einmal gleichzeitig in die Kamera schauen ... meistens gibt's nur Popo Fotos. Und der Doby ist schon ein ganz ein lieber Kerl. Der findet bestimmt bald eine liebe eigenen Familie. DrĂŒcke ihm die Daumen !

Offline nina99

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Re: Doby- ein Pechvogel
« Antwort #16 am: 24. April 2019, 20:02:33 »
Sooo sĂŒĂŸe Fotos.... :-* :-* :-*

Offline Betti1

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Re: Doby- ein Pechvogel
« Antwort #17 am: 17. Mai 2019, 15:27:11 »
Neues von Doby, dem kleinen Pechvogel. :alas:
Nachdem ich viel mit ihm trainiert habe , habe ich ihn mittlerweile soweit, dass er auf unseren ĂŒblichen Gassirunden jederzeit ansprechbar ist, sprich, dass er mich anschaut wenn ich seinen Namen sage. Dies ist sehr hilfreich, vorallem bei Hundebegegnungen. FĂŒr mich wird es erst schwierig bezihungsweise kompliziert, wenn ich mi mehreren Hunden unterwegs bin, da alle meine volle Aufmerksamkeit verlangen :P
Auf neuen, ihm unbekannten Spazierwegen ist Doby natĂŒrlich sehr neugierig und will alles kennenlernen. Da ist es noch etwas schwieriger fĂŒr mich seine Aufmerksamkeit zu bekommen. Sonst funktionieren Hundebegegnungen schon recht gut und mit genĂŒgend Abstand und einer Hand voll Wurst ist ihm der andere Hund ziemlich egal, natĂŒrlich ist er aufgeregt, aber das sind viele Hunde.  :not speak: Bei Doby ist es sehr wichtig, dass man rechtzeitig ihm zur Hilfe eilt, sprich dass man ihm noch bevor er zu bellen beginnt und sich reinsteigern möchte ihm eine Alternative bietet. Bei mir ist das derzeitig eben mich anschauen und Leckerlies. :be happy:
Vor kurzem war Doby auch auf Facebook. Es hat sich auch eine nette Dame gemeldet, die sich Doby auch angeschaut hat. Leider hat Doby nicht zu ihr gepasst, weshalb ich einen anderen Hund vorgeschlagen habe. Dennoch hat auch dieses Treffen einiges an Trainingsmöglichkeiten fpr Doby geboten, denn wir konnten ihn wiedereinmal mit einem Hund zusammenlassen, den er nicht kannte. Auch hier hat es mit unserer Anleitung funktioniert und Doby hat sich den ganzen Tag gut mit der HĂŒndin verstanden. ;D
Nun nochmal zu all seinen positiven Aspekten: Doby kann die Grundkommandos und ist auch gut abrufbar. Er hat keinen Jagdtrieb! Außerdem hat er keine Probleme mit Autofahren oder beim Mitfahren in Öffis. Er kann auch ein paar Tricks, die er gerne vorfĂŒhrt. In meinem Hunderudel ist er Omega, also an unterster Rangordnung und ist auch glĂŒcklich damit, er hat keine Interesse daran einen besseren Rang zu bekommen und akzeptiert alle Regeln der anderen Hunde. Er lĂ€sst sich sowohl von mir, als auch von den anderen Hunden das Futter wegnehmen, er macht dabei nichts sondern sitzt dann nur da. NatĂŒrlich bekommt er ausreichend Futter und die anderen Hunde haben ihm nur sehr selten etwas stipitzt :whistle: Doby ist relativ gut LeinengĂ€ngig, wenn man ihn immer wieder herruft, damit er nicht beschließt seine eigenen Wege zu gehen. Er kann problemlos in  KaffeehĂ€user oder GasthĂ€user mitgenommen werden, er kann sich dort gut benehmen und legt sich hin. Auch das Alleine bleiben ist kein Problem. Er nagt nichts an, klaut keine Schuhe, zerkratzt keine WĂ€nde,... Er ist wirklich ein sehr ruhiger Geselle, der nicht wirklich Bewegung braucht. SelbstverstĂ€ndlich wĂŒrde ihm Agility gefallen, allerdings in Maßen, denn Doby ist eher einer der Ruhigen. Er mag auch Kinder :-* Und ein riesen Pluspunkt bei ihm ist auch, dass er Kuscheln ĂŒber alles liebt. Es gibt nichts schöneres fĂŒr ihn als gestreichelt zu werden und mit seinem Menschen zu kuscheln.

Vielleicht fĂ€llt euch ja jemand ein, der einen Hund sucht. Doby hat nur die eine Macke: er hat ein Trauma aufgrund einer Beißattacke. Er ist NICHT unvertrĂ€glich. Er braucht nur eine Anleitung und ist dann fĂŒr immer mit dem anderen Hund vertrĂ€glich. Da draußen muss es doch eine Person/ eine Familie geben, die genau ihn sucht!!
Anbei noch ein paar Fotos von Doby. Er spielt gelegentlich mit meiner DackelhĂŒndin Penny. Und ab und zu dĂŒrfen sie auch auf die Couch, wenn ich Nein sage, gehen alle, auch Doby, ohne einem Mucks wieder runter.  :1:

Offline Betti1

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Re: Doby- ein Pechvogel
« Antwort #18 am: 17. Mai 2019, 15:31:46 »
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Offline Betti1

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Re: Doby- ein Pechvogel
« Antwort #19 am: 05. Juni 2019, 11:39:16 »
Mal wieder ein kleines Update zu Doby: :-*
Mein kleiner Gasthund Doby und ich haben erfolgreich 2 Interessenten vergrault... :grave:
Dabei haben wir uns schon so gefreut, denn es waren wirklich vielversprechende Leute. Nur leider waren beide auf der Suche nach einem pflegeleichten Hund, mit dem man nicht trainieren muss, sondern einem Hund, der nur gassi gefĂŒhrt wrden uss und das wars dann... :not:
Ganz professionell habe ich bei beiden Absagen andere Animalhope Hunde empfohlen (alle Notfallhunde, habe sogar Steckbrief und ForumsbeitrÀge weitergeleitet) allerdings hat dies auch keinen Erfolg erzielt... :-\
Alle Interessenten waren begeistert von Dobys Verhalten in der Wohnung: dort ist er ruhig und stressfrei, lĂ€sst alles mit sich machen, zeigt KunststĂŒcke her und kuschelt auch mit fremden Menschen. Auch das vorsichtige Spielen mit meinen Hunden ist meist gut angekommen.
ABER: Dobys Verhalten draußen beim spazieren gehen hat alle abgeschreckt. Auch wenn ich mein Bestes in den letzten 4 Monaten gegeben habe, zieht Doby manchmal noch zielich heftig an der Leine, wobei es schon sehr selten geworden ist. Auch Hundebegegnungen sind anstrengend. Doby bellt... FĂŒr mich nichts außergewöhnliches, ich meine circa jeder zweite Hud verbellt beim gassi gehen andere Hunde, alerdings haben die Interessenten dieses Verhalten als problematisch angesehen und "das Weite gesucht" :grave:
Die EntĂ€uschung war groß, sowohl bei mir als auch bei Doby...
Nun ja kann man nichts machen... Also habe ich beschlossen, jetzt wo ich ein Auto habe, jedes Mal zum spazieren gehen raus an die Felder zu fahren, damit Doby keinen stĂ€ndigen Stress beim gassi gehen haben muss, dass irgendwo ein Hund auftauchen kann. Er macht das schon recht gut und versteht, dass man das spazieren gehen auch genießen kann, :pee:
Ich laste ihn auch regelmĂ€ĂŸig aus, zum Beispiel lasse ich ihn ĂŒber meine AgilityhĂŒrden springen oder mache mit ihm HundelongierĂŒbungen, das heißt, dass er um mich herum lĂ€uft und zwar in der Geschwindigkeit und der Richtung in der ich es ihm sage, halt immer wieder wechselnd damit es aufregender bleibt :be happy:
Doby macht alles gut mit und bemĂŒht sich, er ist auch bis auf das Trauma vor anderen Hunden ein völlig braver und problemloser Hund. Er ann allerhand an Kommandos, hat vor nichts Angst und fĂ€hrt mit allem mit egal ob Zug oder Auto oder was es sonst noch so alles gibt. Auch Kinder sind kein Problem und auch hundeerfahrene Katzen sollten kein Problem darstellen.  :-*
Es ist so schade, dass Doby nun schon so lange ein zuhause suht und das völlig unverschuldet, klar braucht er Training aber das braucht eigentlich jeder Hund, egal wie groß oder klein er ist. Auch die kleinsten SchoßhĂŒndchen brĂ€uchten Training, welches sie kaum bis gar nicht bekommen! Leider ist dies dn wenigsten Interessenten klar... :grave:
Ich mache gerade die Hundetrainerausbildung und habe bei jedem angeboten weiterhin mit Doby zu trainieren, allerdings ist glaub ich wirklich kaum wem klar, dass Hunde beschÀftigt gehören... :not: Vorallem so junge Hunde wie Doby... Ihr wisst ja wahrscheinlich wovon ich rede... Wie oft fehlende Erziehung schuld ist an diversem Problemverhalten... :grave:
Nun gut, ich habe mich erfolgreich ausgeheult :silence: Nun noch zwei Fotos vom heutigen Spaziergang am Feld. Alle haben die Zunge draußen, die Hitze macht ihnen allen zu schaffen. 1 Liter Wasser war danach weg wie nichts :whistle: Aber auch bei Hitze mĂŒssen die kleinen Racker raus :-*

Offline Betti1

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Re: Doby- ein Pechvogel
« Antwort #20 am: 05. Juni 2019, 11:40:07 »
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Offline Artischocke

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Re: Doby- ein Pechvogel
« Antwort #21 am: 05. Juni 2019, 20:28:52 »
Na die sitzen ja alle brav wie MusterschĂŒler!  :be happy: Super Truppe hast du da!  Schade dass es nichts geworden ist fĂŒr Doby, aber das GefĂŒhl hab ich im Moment auch, dass sich viele nicht mehr anstrengen wollen, der Hund muss einfach funktionieren, wie ein Fahrrad das man auspackt und in Betrieb nimmt....
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Offline julia1405

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Re: Doby- ein Pechvogel
« Antwort #22 am: 05. Juni 2019, 21:20:21 »
Ja manche Interessenten erwarten einen perfekt abgerichteten Hund, der anscheinend einfach nur funktionieren muss.
Aber sie vergessen auch, bzw. ist ihnen wohl nicht klar, dass auch der folgsamste Hund bei der PS im neuen Zuhause sehr wohl alle Grenzen ausprobiert und man da konsequent sein sollte.
Aber du hast wahnsinnig tolle Arbeit mit Doby geleistet. Danke, auch fĂŒrs nicht aufgeben mit Benito!  :-*

Ich bin mir sicher, dass auch Doby seinen passenden Deckel findet!
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Wir werden in Ewigkeit nicht mehr gut machen können, was wir den Tieren angetan haben (Mark Twain)

Offline Betti1

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Re: Doby- ein Pechvogel
« Antwort #23 am: 13. Juni 2019, 17:59:59 »
Ich hab noch ein paar Fotos gemacht, die meines Erachtens sehr schön geworden sind. Ich kann und will sie euch nicht vorenthalten :-*
Doby ist schwer begeistert von Agility und springt brav und fehlerfrei ĂŒber die HĂŒrden so als hĂ€tte er nie was anderes gemacht :be happy:
Wasser findet er nicht so toll... finde ich persönlich sehr schade, denn ich schwimme gerne mit den Hunden aber wenn er nicht will muss er nicht :-*
So genug jetzt und genießt die Fotos  :-*

Offline Betti1

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Re: Doby- ein Pechvogel
« Antwort #24 am: 07. August 2019, 12:01:26 »
Mal wieder ein kleines Update zu Doby:
Er hat jetzt einen aktualisierten Steckbrief mit neuen Fotos und einer neuen Beschreibung, in der all seine Probleme drin stehen :-*
Auch auf Facebook ist er, bitte fleißig teilen: https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=10162019874905134&id=286279345133

Ich mache mit Doby seit einigen Wochen sehr viel Imozlskontrollen Training sprich er muss warten bis er zum Leckerli darf. Ich werfe es oder verstecke es und er muss warten. Dadurch hat Doby bleib gelernt und Platz haben wir perfektioniert... ich habe auch viel in die Richtung Geduld gearbeitet mit ihm. Er sitzt oder liegt neben meinem RĂŒden Collin und muss warten, auch wenn ich zuerst Collin rufe und nicht ihn. Da habe ich auch ein Video aber ich weiß nicht wie ich das hochladen soll :P
Also alles in allem macht Doby das Training brav mit und er ist dann auch ruhiger beim Spazieren gehen, also er zieht dann nicht mehr so schlimm an der Leine... in letzter Zeit war nĂ€mlich das Spazieren gehen fĂŒr alle Beteiligten eine Qual. Doby zieht und zieht aus Stress und sucht sich immer mach anderen Hunden, von denen er gebissen werden könnte... er ist wirklich arm, aber dennoch das geziehe und das gebelle ist auf dauer anstrengend und vorallem schwierig weil dann meine eigenen 3 Hunde mitbellen... :not speak:
Leider hat Doby auch schon mehrmals mit meiner Lassie getauft... ich weiß nicht um was es ging, allerdings immer eine blöde Situation weil Lassie noch sehr jung ist und das nicht versteht. Zum GlĂŒck waren bis jetzt keine schlimmen Verletzungen, zwar hat Lassie schon paar mal geblutet aber solange es nicht schlimmer wird halten wir das alle noch durch...
Ich bemĂŒhe mich wirklich, dass Doby beschĂ€ftigt wird und auch, dass das Spazieren gehen wieder schön wird fĂŒr ihn, allerdings ist er wirklich ein Pechvogel... ich trainiere immer vorher damit er entspannt ist und ausgelastet und alles... und er war ja auch wie ich ihn das 2. Mal bekommen hab draußen relativ entspannt, wenn kein Hund in Sicht war. Allerdings waren dann 3 VorfĂ€lle mit anderen Hunden, die alles zunichte gemacht haben... zwei unangeleinte Hunde sind zu ihm hin und haben ihn gebissen, wobei Doby sich auch verteidigt hat und einmal hat sich Doby losgerissen bei meinem Freund, der trotz seiner Kraft ihn nicht mehr halten konnte, und hat einen anderen Hund gebissen... alles ziemlich blöd gelaufen... aber seitdem ist die Panik bei ihm draußen sehr groß, auch wenn wir nur am Feld spazieren gehen, wo nie andere Hunde sind, stresst er sich extremst...
Und immer, wenn es halbwegs wieder besser wird, kommen irgendwelche Leute mit Hunden ohne Leine auf uns zu :20: es ist zum verrĂŒckt werden... ich sage jetzt schon immer, dass er krank ist nir damit niemand seine Hunde zu ihm laufen lĂ€sst :grave:
Ach Gottchen das ist anstrengend mit den ganzen Leuten... und man hört immer nur "Der tut nix".... ja schön und gut aber Doby tut was weil er schon so oft gebissen wurde... er ist wirklich ein armer Knirps. Allerdings wenn man ihn mit Maulkorb zu anderen Hunden lĂ€sst und er schnĂŒffeln kann und nicht beißen, ist er vertrĂ€glich...

Offline Betti1

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Re: Doby- ein Pechvogel
« Antwort #25 am: 07. August 2019, 12:03:31 »
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Offline Artischocke

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Re: Doby- ein Pechvogel
« Antwort #26 am: 07. August 2019, 12:41:02 »
Ich finde es so toll wie sehr ihr euch um Doby bemĂŒht! Und deinen Frust ĂŒber diese ignoranten Leute mit ihren freilaufenden Hunden kann ich sehr gut verstehen, wie Ă€rgerlich wenn das mĂŒhsam trainierte positive Verhalten wieder zunichte gemacht wird!
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Offline Betti1

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Re: Doby- ein Pechvogel
« Antwort #27 am: 18. August 2019, 19:38:51 »
Dobys Training verlĂ€uft mehr schlecht als recht... in der Wohnung ist er ein "Einserkandidat". Er macht alles brav mit. Hat immer die Aufmerksamkeit bei mir und hört auf jedes Kommando. Auch wenn ich Bleib sage und Leckerlies verstreue, bewegt er sich erst, wenn ich es ihm erlaube. Drinnen macht er das so gut, dass ich zeitweise eifersĂŒchtig bin, weil das meine nicht so toll machen :be happy:
Nur leider gibt es auch ein draußen....
Ich habe ihm ja viel Ruhe gegönnt und bin mit ihm nur am Feld spazieren gewesen, damit er sich entspannen kann... bis jetzt hat er sich nicht mal draußen am Feld, wo wirklich NICHTS sein kann, entspannen können. Er ist, sobald er draußen ist, auf 180 und nicht ansprechbar an der Leine. Er lĂ€sst sich zwar mit Leckerlies kurz ablenken, wenn sonst nichts los ist, aber das wars schon. Sitz geht da auch meistens noch... aber wenn er einen anderen Hund sieht oder nur riecht ist es aus... er eskaliert richtig und schnappt um sich. Ich will gar nicht wissen, wie hoch sein Puls da jedesmal ist. :grave: er hat da wirklich Angst, wird aber aufgrund dieser Panik dann gefĂ€hrlich und wĂŒrde den anderen Hund wahrscheinlich schwer verletzen oder Schlimmeres, wenn man ihn einlassen wĂŒrde. Ich weiß das klingt schlimm, aber ich möchte ehrlich sein. Ich weiß, dass er, wenn man ihn mit Beißkorb zu den anderen Hunden hinlĂ€sst, er zwar hinschnappen wĂŒrde (ohne Verletzung wegen Beißkorb) und er sich dann beruhigen wĂŒrde. Aber kein normaler Mensch wĂŒrde einen so aggressiv ausschauenden Hund (ja so schaut er eben aus wenn er Panik hat, da ist aber er ja nicht Schuld dran :grave:) zu seinem eigenen einlassen...
Eben aufgrund dieser Panik vor anderen Hunden ist er immer unter Strom und ein normales Spazierengehen ist nicht möglich. Es ist fĂŒr mich als Pflegemami echt anstrengend, ja ich gebe es zu, es gab schon einfachere Hunde als Doby :silence: Es tut mir in der Seele weh, ihn so zu sehen. Ich habe schon so viel nachgelesen und so viel mit ihm trainiert, aber es wirkt nichts bei ihm... ich bin ziemlich ratlos und mit meinem Latein am Ende...
Irgendwo habe ich gelesen, dass es nicht gut sein soll, den Hund vor diesen schwierigen Situationen fernzuhalten, also war ich mit Doby die letzten 4 Tage immer kurz fĂŒr maximal 20 min in GĂ€nserndorf spazieren. Extra schön am Rand damit es noch halbwegs stressfrei ist... natĂŒrlich haben wir Hunde begegnet und er hat sich jedesmal so aufgeregt, dass er sich durch das brustgeschirr ganze kahle Stellen ins Fell gemacht hat. Gott sei Dank keine Verletzung aber eben hat er dort eine Glatze jetzt fĂŒr kurze Zeit :grave: :P
Wisst ihr da eventuell einen Rat? Habt ihr eine Trainingsidee oder sonst was? Ich weiß mir mit ihm echt nicht weiter...
Noch dazu kommt, dass er wieder meine Lassie angegangen ist. Er dĂŒrfte sehr gestresst gewesen sein bei einem Feldspaziergang und ist dann meine Lassie ohne ersichtlichen Grund ins Gesicht gefahren. Die kleine Maus hat ganz schön geblutet, die Nase ist ja auch ordentlich durchblutet, aber keine arge Verletzung laut meiner TÄ... eben dadurch, dass das jetzt öfter passiert schiebe ich da wiedereinmal bisschen Panik. Es ist wirklich nicht gerade der einfachste Pflegi, den ich hatte... und dann gibt es wieder so Momente, wo er so brav ist. Heute zum Beispiel haben wir Fotos von allen Hunden gemacht draußen am Feld und er war super brav und hat sogar auf meine Kommandos gehört. :-* zwar musste er vorher hysterisch schauen, ob eh kein Hund da ist, aber als er gesehen hat, dass es okii ist hat er sich auf Kommando hingesetzt und hat alles brav gemacht, was ich gesagt habe. Deshalb hatte er auch mein Kettenhalsband als Deko an ( das ist DoggengrĂ¶ĂŸe und kann ihn nicht wĂŒrgen oder sonst was, das hab ich eben nur als Deko weil es selbst zugezogen sogar ein bissl zu locker wĂ€re :alas:)
Er tut mir wirklich leid und ich weiß echt nicht weiter... so ein toller Hund, der einfach nur Pech hatte... Im Oktober letzten Jahres kam er zu mir: vertrĂ€glich und glĂŒcklich. Dann nach zwei Vermittlungen (einer lĂ€ngerandauernden) und vielen Hundeattacken ist er ein echt armer, verzweifelter Hund.
Meine Freundin Sophie geht morgen mit ihm gassi und trainiert bisschen mit ihm. DANKE DANKE DANKE dafĂŒr :-* auch mein Opa geht gelegentlich mit ihm, hat aber alle HĂ€nde zu tun, damit Doby sich nicht losreißen kann...
Ich hoffe so, dass irgendein Wunder passiert weil er ist so ein spanisches HĂ€uflein Elend... ich weiß auch nicht, was ich machen soll, wenn im September die Schule beginnt. Meine Angst ist eben, dass ein Streit zwischen Lassie und ihm entsteht wĂ€hrend ich nicht da bin... denn selbst auseinander sperren ist nicht möglich weil meine Hunde TĂŒren öffnen können :P
Schwierig schwierig schwierig das ganze... Vorallem eben weil Doby vor fast einem Jahr noch ein total freundlicher junger RĂŒde war, der obendrein noch total lieb mit anderen Hunden spielen konnte. Ich wĂŒnsche mir so sehr, dass das eines Tages wieder möglich ist :-*

Offline claudianet

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Re: Doby- ein Pechvogel
« Antwort #28 am: 18. August 2019, 22:35:18 »
ohhh ... das klingt nach einer Situation zwischen ganz verfahren und doch wieder voller Hoffnung ... ich wĂŒnschte ich hĂ€tte eine Idee, wie man den frĂŒheren Doby wieder wachrufen könnte ...

beim Trennen hĂ€tte ich die Gedanken an arretierbare Hundegitter (Höhe 120cm) oder senkrecht montierte TĂŒrgriffe ... vl eine Möglichkeit etwas Stress zu nehmen.

Doch davon abgesehen bin ich tief beeindruckt, mit welcher Energie und Ausdauer Ihr all diese Situationen meistert ... das ist ganz besonders !!!  :-* DANKE
Immer wieder aufs Neue zeigt sich:
Ich lerne von unseren Tieren viel mehr, als sie von mir :-)

Offline hutze

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Re: Doby- ein Pechvogel
« Antwort #29 am: 18. August 2019, 23:56:12 »
Bin auch beeindruckt, was du alles machst!
Trennen wĂŒrd ich auf jeden Fall, in deiner Abwesenheit. Die Tipps mit dem TĂŒrgriff und so sind super. Oder einen Haken, Kette etc. Es heißt ja, je mehr VorfĂ€lle passieren, desto schwerer kriegt man sie wieder weg. Habe zugfĂ€llig grad "Hundereich" von Mirjam Cordt gelesen, da gehts zwar primĂ€r um die Vergesellschaftung von Herdenschutzhunden, sind aber generell gute Tipps zum Umgang mit schwierigen Hunden drin. Sie empfiehlt, fĂŒr den Hund unangenehme Situationen (mit viel Geduld) fĂŒr den Hund angenehm zu machen. Argumentiert das auch plausibel. Demnach wĂŒrde ich Doby zunĂ€chst möglichst nicht in Situationen bringen, wo er sich bedroht fĂŒhlt und erst, wenn er entspannt am Feld gehen kann, weil er gelernt hat, dass spazieren dort Spaß macht und er unbelĂ€stigt bleibt, ihn auf große Distanz langsam mit der Ansicht von Hunden "neu" vertraut machen und laaangsam die Distanz verringern. M. Cordt trainiert ihren Hunden im Vorfeld ein BestĂ€tigungssignal an (zB Klicker oder Signalwort) dafĂŒr, dass der Hund das Richtige tut (zB auf Entfernung den anderen Hund anschauen ohne sich maßlos aufzuregen) und ein Abbruchsignal, auf das hin der Hund sich zu ihr wendet. Wichtig ist, den Hund so zu fĂŒhren, dass er darauf vertrauen kann/lernt, dass du ihn vor Schaden beschĂŒtzt. Nicht zu schnell zu viel erreichen wollen, wenn der Hund noch Zeit braucht. Idealerweise im Zweifel mit dem Abbruchsignal zu dir lenken und weggehen und vor allem nix erzwingen. Wird sicher mĂŒhsam, aber wenn er schon so Panik schiebt, glaube ich nicht, dass man ihm noch helfen kann, indem man ihn "abzuhĂ€rten" (also extra mit Hunden zu konfrontieren) versucht.
Viel GlĂŒck!
Inakzeptabel sind Erziehungsmethoden, "bei denen [Tieren] so starke Angst eingejagt wird, dass sie in PassivitÀt verharren und einfach nichts mehr tun [...] und sowohl Laien, wie sogenannte Experten, zu wenig von Körpersprache verstehen, um einen entspannten Hund von einen im Schreck Erstarrten zu unterscheiden." (Bettina Stemmler)