Autor Thema: Hilferuf von Lucys Besitzern!  (Gelesen 12223 mal)

Offline sonjaA

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Hilferuf von Lucys Besitzern!
« am: 04. Dezember 2016, 22:51:22 »
Die Besitzer meines Ex-Pflegis Lucy (Faith) haben sich heute mit einem verzweifelten Hilferuf an mich gewandt!
Sie haben Lucy jetzt etwas mehr als ein Jahr und sind mit den Nerven nun völlig am Ende!
Alle Probleme und Schwierigkeiten, die ich schon mit ihr hatte, als sie noch bei mir auf Pflege war, haben sich inzwischen um ein vielfaches Verstärkt!
1. Sie läuft weg, wann immer sie nur die Möglichkeit hat! Der Zaun um das gesamte Grundstück wurde mit viel Geld soweit erhöht, dass sie nicht mehr drüber kann. Trotzdem nutzt sie jede Chance irgendwie zu entwischen. Sowohl vom Grundstück, als auch bei Ausflügen Wanderungen etc., was schon mehrere oft tagelange Suchaktionen zur Folge hatte. Denn, sie kommt nicht von selbst zurück!
2. Sie reagiert auf jeden Reiz mit hysterischem Gekeife! Auto, Mensch, Hunde - sobald sie irgendetwas bewegliches sieht, beginnt sie hysterisch zu bellen und beruhigt sich nicht mehr.
3. Sie verhält sich total hyperaktiv und hektisch an der Leine. Und sie muss ja draußen immer an der Leine sein. Sie zieht wie verrückt, läuft hektisch hin und her und den Besitzern ist es durch nichts möglich ihre Aufmerksamkeit zu erlangen.
Kurz gesagt: sobald der Hund einen Schritt vor die Tür geht, steht er unter Dauerstress! Inzwischen ist sie mehr im Haus als sonstwo, weil sie nur da einigermaßen ruhig ist.
Im Haus ist sie ein süßer Schmuser aber draußen mutiert sie zum Höllenhund!
Für die Besitzer natürlich eine unhaltbare Situation, da sie Vollblutsportler sind und eigentlich jede freie Minute draußen in der Natur unterwegs sind...

Die Besitzer lieben Lucy und versuchen allles um ihr zu helfen! Aber inzwischen haben sie bereits 3 verschiedene Hundetrainer durch, die jeweils mit völlig unterschiedlichen Trainings- und Erziehungsansätzen gearbeitet haben. Aber ohne irgendeinen Erfolg. Da jetzt der dritte Trainer das Handtuch geworfen hat und meinte, er könne nichts mehr machen, sind sie natürlich absolut verzweifelt!

Sie tun mir wirklich Leid, denn es sind ganz liebe Menschen, die weder Geld noch Mühe scheuen! Die meisten anderen (mich eingeschlossen!) hätten schon aufgegeben und den Hund zurück gebracht. Aber sie wissen, dass niemand diesen Hund jemals nehmen, bzw. behalten würde. Nur können sie sich gerade nicht vorstellen, wie sie so noch 10 bis 15 Jahre weiterleben sollen!

Ich habe Lucy kennen gelernt und sie ist einfach anders! Offensichtlich ist sie nicht in der Lage eine Bindung aufzubauen. Das konnte sie zu mir schon nicht und dort wo sie jetzt ist, hat sie es noch vieel besser als vorher bei mir. Trotzdem will sie einfach nur weg! Sie ist hochintelligent! Sie beobachtet die Menschen aufmerksam und nutzt jede kleinste Schwäche schamlos gegen sie! Sie ist extrem Reizempfänglich und ist sofort auf 100, beruhigt sich aber nicht wieder.
Wenn es soetwas wie Soziopathen bei Hunden gibt, dann ist sie einer!
Dabei ist sie ein Hund, in den man sich sofort verliebt. Sie ist verträglich mit anderen Hunden, ist offen und freundlich zu allen Menschen. Sie weiß, wie Menschen funktionieren und wie man Menschen sofort um den Finger wickelt und wie sie von ihen das bekommt, was sie will. Sobald sie hat was sie will, ist der Mensch uninteressant und sie geht zum Nächsten.

Hat irgendjemand von euch eine Idee, wie man Lucy und ihren Besitzern noch helfen könnte? Erfahrungen mit hochgradig hyperaktiven Hunden? Weiß jemand Trainer, die speziell mit solchen Hunden Erfahrug haben?

Offline Renate058

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Re: Hilferuf von Lucys Besitzern!
« Antwort #1 am: 05. Dezember 2016, 00:21:11 »
Man könnte Zylkene probieren:

http://www.zylkene.de/

Mich wundert es dass ein Hund nach einem Jahr noch den Besitzern weglaufen will, seltsam dass Lucy  in der langen Zeit offensichtlich keine Bindung aufgebaut hat.

Offline FriedaLino+EliahMamas

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Re: Hilferuf von Lucys Besitzern!
« Antwort #2 am: 05. Dezember 2016, 06:38:07 »
Wo wohnt denn Lucy?

Ich denke, dass es tatsächlich in ihrem Leben so einen Knackpunkt gab, dass sie gelernt hat die Menschen so zu behandeln, wie sie es wollen, obwohl sie in Wahrheit Angst, Stress oder Aggression in ihrer Gegenwart empfindet. Ooooder: sie hat tatsächlich eine geistige Behinderung... teilweise erinnert die Beschreibung nicht wenig an Autismus beim Menschen... den gibt es aber beim Hund als solchen glaub ich nicht...

Ich würde mich an ihrer stelle an Fachleute wenden, die die Psyche des Hundes untersuchen... denn nur, wenn man was wie der Hund tickt oder was da in ihm tickt, kann man Ansätze probieren... und ich denk, dass es in diesem Fall nur ein probieren und dranarbeiten geben kann, weil Lucy anscheinend ganz komplexe Probleme hat...

Es ist allerdings merkwürdig, dass bereits 3 Hundetrainer das Handtuch geworfen haben... haben sie es mit KlickertraIning probiert? Ich könnt mir gut vorstellen, dass sie damit was erreichen können, weil es rein um Hund Klicker u Futter geht... nicht um den Menschen, zu dem der Hund geht, weil er ne Bindung hat...

Wie gesagt, ich bin absolut kein Experte, könnt sie nur an unsere Hundeschule verweisen, zu den kommen oft Hundbesitzer als letzten Ausweg, die schon völlig verzweifelt sind... u. die aktuellen "Problem"hunde machen alle tolle Fortschritte... es wird ausschließlich mit positiver Verstärkung u Klicker gearbeitet... und man lernt viel über Hundesprache und wie so ein Hundehirn tickt...
Die Hundeschule ist in NÖ Nähe Melk...

Hut ab auf jeden Fall vor den Besitzern, ich wünsch ihnen von ganzem Herzen, dass sie einen Weg finden, Lucy auch draußen zur Ruhe kommen zu lassen und dass Lucy doch noch der Knopf aufgeht!

...in einer schwierigen Zeit suchte ich eine Hand und fand eine Pfote!..

Offline CaroIsitante

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Re: Hilferuf von Lucys Besitzern!
« Antwort #3 am: 05. Dezember 2016, 07:00:37 »
Arme Besitzer, armer Hund! Du hast eine gute Beschreibung abgegeben, und man muss auch mal sagen, dass es Soziopathen auch unter Tieren gibt, nicht immer ist nur falsche Behandlung des Hundes der Grund für solche Probleme.
Das ist sicher ein Fall für den Tierpsychologen. Oft helfen gewisse Medikamente (Hormonpräparate oder Nerventropfen), wurde ein Hormonstatus gemacht? Alternativmedizinische Präparate (Bachblüten, Homöopathische Konstitutionsmittel) wirken oft Wunder - und nur weils mit einem Präparat nicht geklapppt hat, nicht gleich aufgeben, was anderes probieren! Und sie sollen unbedingt mit Tellington Touch arbeiten bzw jemand Versierten kommen lassen, das klingt nach klassischem Fall dafür. Ganz wegkriegen wird man ihre Eigenschaften zwar nicht, aber ihr Stresslevel draußen muss unbedingt runter. Und so ein extrem intelligenter Hund braucht auch eine wirklich fordernde Aufgabe (nicht bloß Triebabbau), also nicht bloß den Hund zu all den sportlichen Aktivitäten mitnehmen, sondern mal schauen, wo die Anlagen von Lucy liegen und genau das machen - Schafe treiben, Lawinenopfer suchen, Krebs erschnüffeln, whatever..........
CARO (mit TIPPY, POLKA, LAURA, YIN, DIS, COCO, KALAF, 4 Meeris und 3 Schildis, mit  PINTA und QUE'MOI im Herzen)

Offline Duffy

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Re: Hilferuf von Lucys Besitzern!
« Antwort #4 am: 05. Dezember 2016, 07:46:31 »
Hab dir eine Mitteilung geschickt

Offline Ilse

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Re: Hilferuf von Lucys Besitzern!
« Antwort #5 am: 05. Dezember 2016, 08:53:53 »
Bin auch kein Experte, aber ich habe einmal gehört, dass bei so hyperaktiven Hunden, nicht das Laufen etc. hilft, sondern Nasenarbeit!
Ilse und die Mopserln Charly, Minni, Zofie, Candy und Amy -
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Offline Dagmar D

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Re: Hilferuf von Lucys Besitzern!
« Antwort #6 am: 05. Dezember 2016, 10:01:55 »
wir haben auch so einen ähnlichen Fall daheim, im Jänner sind es 3 Jahre. Wir holten Lysha zu unserem Maros aus Nitra dazu, in der Hoffnung, dass er ruhiger wird, was auch toll funktionierte, nur leider ist Lysha ein ähnlich extremer Fall wie Lucy.
Wir haben sicher 6  Trainer durch, ich kann  gar nicht mehr genau sagen, wie viele es waren. Es wurde eigentlich immer schlimmer, jeder sagt etwas anderes, man wir immer verwirrter, verliert sein Bauchgefühl, und der Hund kennt sich gar nicht mehr aus.
Doch seit ca. einem Monat hat sich alles sehr entspannt bei uns!
Wir machen seit ca. einem Jahr viel Nasenarbeit (Stöbern, Maintrailing), ein Mal die Woche ein ganz ruhiges "Gehorsams-Training" bei einer sehr einfühlsamen, lieben, ruhigen Trainerin, meist sind nur Lysha und ein ihr bekannter Hund am Platz. Und diese Trainerin gab mir dann auch den Tipp: seit ca. einem Monat gebe ich Lysha CANIPUR RELAX FORTE. Was soll ich sagen? Sie ist ein anderer Hund, mein Mann meinte anfangs (nach ca. 1 Woche kam die Wandlung) sie müsse krank sein.

Draußen keifte sie - ähnlich wie Lucy - alles an, was sich bewegte. Doch nun reagiert sie nicht mehr auf Autos und Motorräder - die sind ihr ziemlich wurscht.
Hunde und Katzen werden meistens schon noch lautstark angekeift, doch nicht mehr so hysterisch, und sie hört binnen kurzem auch wieder auf.
Sie ist auch abrufbarer geworden, wenn sie im Garten nach hinten startet weil ein "Feind" sich unserem Haus nähert, ist sie (meist) tatsächlich abrufbar!
Sie wird wohl auch immer an der Leine draußen gehen, und ich werde wohl bis ans Ende meiner Tage mit feinen Leckerlies spazierengehen, aber das finde ich nicht so schlimm.

Bei uns hat gewirkt: alles "Schnelle" weglassen - leider kein Agility, Breitensport, Laufen etc....
Selbstvertrauen stärken - bei uns wirkt da  die Nasenarbeit. Ganz ruhige Spaziergänge.

Ich wünsche Lucy und ihren Menschen alles Liebe und noch ein wenig Geduld und Durchhaltevermögen - und nicht aufgeben mit der Suche nach dem richtigen Training und der richtigen Beschäftigung!
Liebe Grüße
Dagmar

Offline MilkaCat

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Re: Hilferuf von Lucys Besitzern!
« Antwort #7 am: 05. Dezember 2016, 10:06:43 »
toll, wie sehr sich die Menschen bemühen, dass richtige für Lucy zu finden  :113:
Vielleicht kann eine TCM Medizinerin helfen? Sehr empfehlenswert  http://www.tcm-tierarzt.at/praxis/natascha.html

Alles Gute der Familie mit Lucy
Liebe Grüße
Karin & Dominik mit Minnie & Yogi & Milka

Offline sonjaA

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Re: Hilferuf von Lucys Besitzern!
« Antwort #8 am: 05. Dezember 2016, 10:52:37 »
Ich werde den Besitzern eure Vorschläge weiterleiten. Ich glaube nämlich auch schön langsam, dass bei ihr im Kopf irgendwas nicht so ganz rund läuft.   :beee:

Offline Coonies

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Re: Hilferuf von Lucys Besitzern!
« Antwort #9 am: 05. Dezember 2016, 11:16:38 »
Das beschriebene Verhalten erinnert mich sehr an Paule, meinen Ex-Pflegi, der jetzt bei Annas Cousine lebt.
Paule ist Epileptiker, ist jetzt aber, soweit ich weiß, so gut eingestellt, dass er keine Anfälle mehr hat und auch viel ruhiger in seinem Verhalten. Er lebt auch in sehr
ruhiger Umgebung.

Vielleicht hat Lucy eine ähnliche "Störung" - Epilepsie muss sich nicht immer in Anfällen zeigen. Paule war zeitweise komplett überfordert mit jedem Reiz, der
von außen auf ihn traf, komplett hysterisch bei Blendlicht, bei anderen Hunden und zu Hause in den 4 Wänden ein komplett ruhiger Hund..

Vielleicht ein Besuch beim Neurologen?
Petra und die 3 Coonies Xena, Marley und Carpo

Offline lucyjane

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Re: Hilferuf von Lucys Besitzern!
« Antwort #10 am: 05. Dezember 2016, 15:47:02 »
Wo sind sie denn zuhause? Hab deine Beschreibung zwei Freunden geschickt (Hundetrainer) und sie würden Lucy gerne kennen lernen, wenn die Besitzer Interesse haben und nicht zu weit von Wien entfernt sind.

Liebe Grüße
Lucy ;) (mittlerweile passiert es mir wirklich oft, dass beim Spazieren auf einmal von irgendwo lucy hiiiiiieeeer ertönt und ich ganz verwirrt bin )

Offline sonjaA

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Re: Hilferuf von Lucys Besitzern!
« Antwort #11 am: 05. Dezember 2016, 16:18:42 »
Sie wohnen im Bezirk Neunkirchen, genau, in 2651 Reichenau.

Bei einem Tierarzt waren sie noch nicht. Weiß jemand einen guten Tierarzt in der Gegend? Einen, der nicht nur eine Allgemeinuntersuchung macht und dann meint, der Hund wäre eh normal und sie sollten einen Trainer aufsuchen. Bei mir war sie beim Tierarzt immer mustergültig und hat wie ein normaler, ganz lieber Hund gewirkt. Da muss einem der Tierarzt dann erst mal glauben, dass sie sonst eine Furie ist.
Sollte möglichst nah sein, da Lucy überhaupt nicht Auto fahren kann. Sie muss sich dann ständig übergeben und ist wirklich arm!

Sollte es doch keine nachweisbare medizinische Ursache geben, werden sie es sicher mit Training weiter probieren bzw. auch Homöopathisch.

Offline Samymaus

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Re: Hilferuf von Lucys Besitzern!
« Antwort #12 am: 05. Dezember 2016, 20:54:04 »
Man kann mit einem total gestressten, hysterischen Hund kein Training machen. Da kommt nix an. Oder hat schon jemand versucht, einem sich brüllend am Boden wälzenden Kind das Schuhezubinden beizubringen?

Vor vielen Jahren war ich mit meiner damaligen Panikhündin, die in ihrem Ausnahmezustand auf nichts und niemand reagiert hat und einfach nur gerannt ist, bei einer Trainerin. Nach Abklärung der Lage und Rücksprache mit dem TA haben wir einige Zeit vor Beginn des Trainings mit Psychopharmaka begonnen. Dann haben wir in kleinen Schritten die Übungen gemacht und sie war tatsächlich ansprechbar. Sie ist sogar auf das eingeübte Codewort zurück gekommen, als sie schon im Weglaufen war.

Also wenn es keine körperliche Ursache für das Problem gibt und auch sonst nichts dagegen spricht, würde ich bei so einem extremen Fall wirklich in die Chemiekiste greifen. Und falls das jemand befürchtet, meine Hündin war durch das Medikament in keiner Weise sediert oder so.

Offline betty

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Re: Hilferuf von Lucys Besitzern!
« Antwort #13 am: 06. Dezember 2016, 06:47:08 »
Man kann mit einem total gestressten, hysterischen Hund kein Training machen. Da kommt nix an. Oder hat schon jemand versucht, einem sich brüllend am Boden wälzenden Kind das Schuhezubinden beizubringen?

Vor vielen Jahren war ich mit meiner damaligen Panikhündin, die in ihrem Ausnahmezustand auf nichts und niemand reagiert hat und einfach nur gerannt ist, bei einer Trainerin. Nach Abklärung der Lage und Rücksprache mit dem TA haben wir einige Zeit vor Beginn des Trainings mit Psychopharmaka begonnen. Dann haben wir in kleinen Schritten die Übungen gemacht und sie war tatsächlich ansprechbar. Sie ist sogar auf das eingeübte Codewort zurück gekommen, als sie schon im Weglaufen war.

Also wenn es keine körperliche Ursache für das Problem gibt und auch sonst nichts dagegen spricht, würde ich bei so einem extremen Fall wirklich in die Chemiekiste greifen. Und falls das jemand befürchtet, meine Hündin war durch das Medikament in keiner Weise sediert oder so.

Das sehe ich ganz genau so, und auch in der Humanmedizin wird das in wirklich schweren Fällen so gehandhabt. Obwohl man mit dem Einsatz von Psychopahrmaka natürlich vorsichtig umgehen muss, sollte man sie nicht generell verteufeln, manchmal sind sie ein Segen und ermöglichen wieder ein halbwegs erträgliches Leben.
Mit lieben Grüßen,

Renate

Offline hutze

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Re: Hilferuf von Lucys Besitzern!
« Antwort #14 am: 06. Dezember 2016, 23:22:35 »
Ein ruhiger Zweithund?
Inakzeptabel sind Erziehungsmethoden, "bei denen [Tieren] so starke Angst eingejagt wird, dass sie in Passivität verharren und einfach nichts mehr tun [...] und sowohl Laien, wie sogenannte Experten, zu wenig von Körpersprache verstehen, um einen entspannten Hund von einen im Schreck Erstarrten zu unterscheiden." (Bettina Stemmler)

 

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