Autor Thema: Hilferuf von Lucys Besitzern!  (Gelesen 12178 mal)

Offline Milano

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Re: Hilferuf von Lucys Besitzern!
« Antwort #15 am: 07. Dezember 2016, 22:11:56 »
Ein Hund, der mich glatt reizen würde :) Ich mag so spezielle, kann aber verstehen, dass es nicht einfach ist für die Besitzer. Mein Respekt dafür, dass sie noch immer nicht aufgegeben haben!

Mir ist spontan noch eine Schilddrüsenunterfunktion eingefallen, ich glaube aber eher an extreme Unabhängigkeit. Ichglaube auch nicht, dass sie wegläuft, weil sie von den Leuten weg will sondern einfach weil sie ihr eigenes Ding macht und das mit einer richtigen Portion Durchhaltevermögen. Positiv gesehen nenne ich das Siegeswille - in die richtigen Bahnen gelenkt - ein Traum.

Ich wünsche Euch, dass Ihr den richtigen Weg findet für die Lady!

Offline Christine A.

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Re: Hilferuf von Lucys Besitzern!
« Antwort #16 am: 31. Januar 2017, 21:33:38 »
Hat sich hier eigentlich etwas getan? Gibt's was Neues? Würde mich sehr interessieren!

Offline sonjaA

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Re: Hilferuf von Lucys Besitzern!
« Antwort #17 am: 04. Februar 2017, 21:18:42 »
Hat sich bis jetzt leider noch nicht viel getan.
Wir werden aber übernächstes Wochenende einmal hinfahren und uns die ganze Sache selbst ansehen. Werd dann auch versuchen Fotos und Videos zu machen, die ich hier einstellen kann.

Offline wontolla

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Re: Hilferuf von Lucys Besitzern!
« Antwort #18 am: 05. Februar 2017, 18:44:55 »
fahrts mal zum mario hasenöhrl, ist gar nicht weit von euch,

lg,
rainer
sans froh, dass mich meine hunde an den leinen haben!

Offline Chiquita28

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Re: Hilferuf von Lucys Besitzern!
« Antwort #19 am: 05. Februar 2017, 20:22:05 »
Hab mir gerade nochmal den Ausgangspost durchgelesen - unglaublich, die Ähnlichkeit zu meiner (leider schon verstorbenen) Kiara! Hab in einem eigenen Thread darüber berichtet. Ich weiß nicht, ob es sowas bei Hunden gibt, aber wenn ichs mit Menschen vergleiche, die eine sehr schlimme Kindheit hatten und ganz ohne Liebe aufwachsen mussten, dann ähneln sich manche Symptome schon sehr. Kiara hatte sicher kein schönes Vorleben, da sie die ersten 2,5 Jahre als Wachhund an der Kette hing. Zu Menschen war sie zuckersüß, war richtig aufdringlich mit ihrer "Zuneigung", aber binden wollte sie sich nicht. Ich bin dann auch zum Mario gefahren und er hat uns dabei geholfen, Kiara von ihrem Stresslevel runterzuholen. Sie bellte plötzlich viel weniger und konnte auch entspannt an der (kurzen) Leine gehn. Trotzdem hätte sie bis zu ihrem Tod jede Chance des Entkommens genutzt, lief an der Schleppleine immer nur ganz vorne auf Zug und wir blieben ihr bis zum Schluss eigentlich komplett egal... Das machte mich sehr traurig, aber ich denke wir haben alles in unsrer Macht stehende versucht, um ihr ein schönes Leben zu bieten...Übrigens war Kiara auch immer brav beim Tierarzt, sie ließ jede noch so unangenehme Behandlung über sich ergehen. Fremde Menschen waren einfach das Größte für sie. Wünsche den Besitzern und Lucy alles Gute, dass sie doch noch einen gemeinsamen Weg für ein friedliches Zusammenleben finden!
Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünscht für diese Welt. (Gandhi)

Offline sonjaA

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Re: Hilferuf von Lucys Besitzern!
« Antwort #20 am: 18. Februar 2017, 21:04:35 »
Also, wir haben heute Lucy besucht. Und ich kann nur sagen: WOW!  :43:
Sie ist noch schlimmer drauf, als ich es jemals erwartet hätte!
Als wir dort angekommen sind, ist Lucy mit ihrem Frauli gerade von einem Spaziergang zurück gekommen. Sie war an der Schleppleine und als sie unsere Zoe gesehen hat - der Hund, mit dem sie über Monate zusammen gelebt hat! - war sie sofort auf Hundert und hat ohne zu Zögern attakiert. Zoe hat sich halbherzig gewehrt (einem kleineren Hund würde sie nie etwas tun), versucht sie maßzuregeln und abzuschütteln. Das hat den kleinen Giftzwerg noch mehr in Rage versetzt und die Besitzerin hat sie dann von Zoe weggezogen. Ich habe Lucy dann mit einer Hand am Nackenfell genommen, damit sie nicht um sich beißen kann und sie mit der anderen unterm Bauch hochgehoben und so ihren Hintern meinem Hund zum beschnuppern präsentiert. Zoe hatte zwar keinen Funken Interesse daran, aber das Ganze hat Lucy so sehr überrascht und irritiert, dass sie sich beruhigt hat. Da hat sie dann auch endlich zu schnuppern begonnen. Falls sie uns überhaupt wiedererkannt hat, war ihr das definitiv wurscht.
Dann wollten wir ihr noch unseren zweiten Hund vorstellen. Den hatten wir prophylaktisch im Kofferaum gelassen, da er noch jung und noch nicht so cool wie unsere alte Hündin ist.
Ich hab den Kofferaum nur einen Spalt breit aufgemacht, damit die Hunde sich nur beschnuppern konnten. Hat funktioniert, alle waren ruhig. Dann hab ich den Kofferraum ganz geöffnet. Lucy hat unseren Ricky gesehen und ist wieder völlig ausgeflippt. Ricky war ganz ruhig und unbeeindruckt. Da hab ich Lucy wieder hoch gehoben, Ricky hat interessiert an ihrem Hintern geschnüffelt, Lucy wieder perplex und ruhig. Lucy wieder auf den Boden gesetzt, wieder ausgeflippt und versucht Ricky von unten aus zu attakieren. Also wieder hoch, Popsch präsentieren und dann hab ich sie einfach neben ihm in den Kofferraum gesetzt. Da war sie dann so verunsichert, dass sie ganz brav war und ihn vorsichtig beschnuppert hat. Also beide Hunde aus dem Auto raus. Ging auch, nur als er eine schnellere Bewegung gemacht hat, hat sie wieder versucht ihn zu attakieren. Er ist ihr aber ganz elegant ausgewichen und hat sie nicht weiter beachtet. Da hat sie sich wieder beruhigt.
Dann sind wir in den Garten - meine Hunde zuerst - und als Lucy dann von der Schleppleine herunten war, war sie viel entspannter und hat nach einiger Zeit sogar mit den Hunden zu spielen begonnen.

Wir haben uns lang mit den Besitzern unterhalten. Die sind echt am Ende. Die haben jetzt seit 1 1/2 Jahren ihr Leben praktisch auf Eis gelegt! Sie können mit dem Hund nirgendwo hingehen! Sobald sie einen Hund auch nur am Horizont sieht, wird sie sofort hysterisch und verfällt in durchgehendes Gekeife. Sie versucht alles um zu dem Hund zu gelangen und ihn attakieren zu können. Wenn sie das nicht schafft beginnt sie sich im Kreis zu drehen und es kommt durchaus vor, dass sie in ihrem Frust versucht ihren Halter zu beißen. Sie hat es auch schon mehrmals geschafft so stark zu ziehen, dass die Leine gerissen ist, bzw. sich so zu drehen, dass das BG aus dem Karabiner heraus gerutscht ist. Dann ist sie wie eine Verrückte zu den anderen (viel größeren) Hunden geflitzt und hat sie attakiert. Es grenzt an ein Wunder, dass ihr noch nie etwas passiert ist!
Auch Hunde, die sie von Anfang an kannte und mochte, hat sie irgendwann zu attakieren begonnen.
Mit einem Hund, der so aggressiv ist und buchstäblich über Stunden bellen kann, kann man natürlich nirgends hin und ist auch bei niemandem willkommen. Gezwungenermaßen wurden die Spaziergänge auf Zeiten und Wetterlagen verlegt, wo möglichst niemand sonst draußen ist.
An Urlaub ist mit so einem Hund natürlich sowieso nicht zu denken, da man so einen Hund natürlich nicht mitnehmen kann und es auch niemanden gibt, der freiwillig auf so einen Hund aufpasst.
Lucy hat es schon unzählige Male geschafft weg zu laufen. Und sie haben schon Unmengen an Zeit damit verbracht, den Hund zu suchen und wieder einzufangen. 
Wenn sie Zeit im Garten verbringen wollen, müssen sie den Hund im Haus bei heruntergelassener Jalousien einsperren. Weil sie bei der ersten Bewegung die sie sieht sofort wieder in Hysterie verfällt und sich nicht mehr beruhigt. Was auch die Nachbarn nicht lange dulden.
Wie gesagt, sie haben schon drei Hundetrainer durch, die alle nach verschiedenen Methoden gearbeitet haben. Nichts hat funktioniert. Selbst wenn es mal Erfolge gab hat sie nach spätestens zwei Wochen diese Maßnahme ignoriert und ist wieder in altes Verhalten gefallen. Es hat auch noch kein Trainer jemals geschafft mit ihr auch nur kurz an der lockeren Leine zu gehen.
Lucy ist auch absolut nicht bereit zu Trainieren. Sie lernt alles sofort! Aber genauso schnell verliert sie das Interesse daran. Dann kann man sie mit keinem Leckerli oder Spielzeug der Welt motivieren, weiter mit zu machen. Um ihre Motivation zu steigern haben sie auch probiert, sie mal hungern zu lassen. Dann hat sie zwar begonnen alles mögliche zu fressen - von Holz bis Kot - aber die Leckerlis hat sie erst recht verweigert!

Wir sind dann eine Runde spazieren gegangen. Meine Hunde waren frei und ich hatte Lucy an der kurzen Leine. Ich hab Lucy zum testen auch noch eine sogenannte Calming Cap aufgesetzt. Das ist wie eine Mütze, die man den Hund über den Kopf und die Augen zieht. Sie ist leicht durchsichtig, damit der Hund sieht, wo er hin läuft, aber sie filtert einen Großteil der Reize aus. Ist besonders für ängstliche, überreizte oder aggressive Hunde gedacht.
Sie fand diese Einschränkung natürlich gar nicht toll und hat erst mal gebockt wie ein wildes Pferd. Nachdem ich sie damit aber nicht durchkommen hab lassen, hat sie es dann doch immer wieder für eine Zeit lang aufgegeben und ist normal, mit erstaunlich wenig Zug auf der Leine gegangen. Es hat sich aber recht schnell herausgestellt, dass Lucy offenbar keinerlei Frustrationstoleranz besitzt. Denn kaum haben die anderen Hunde Leckerlis bekommen und sie nicht, bzw. haben wir mit den Hunden zu spielen begonnen und sie durfte nicht, ist sie sofort explodiert. Wieder mit Keifen, sich aufbäumen, im Kreis drehen und nach den Hunden schnappen.
Dann hat ein großer Pitbull an der Leine unseren Weg passiert. Wir haben unsere Hunde auch an die Leine genommen und sind einander im Bogen ausgewichen. Ricky hat zweimal kurz gewufft (er hasst die Rasse) war aber nach einem strengen Wort von meinem Mann sofort leise. Zoe und der Pitbull haben gar nicht reagiert. Und Lucy... trotz Calmin Cap wieder ein Anfall. Allerdings, laut Besitzern, nicht ansatzweise so schlimm wie sonst.
Alles in allem hat sie sich (für ihre Verhältnisse) bei unserem Besuch sehr ruhig und gesittet verhalten. War durch uns wohl doch etwas perplex und verunsichert.  Aber das was wir gesehen haben war doch schon ein Höllenhund!
Die armen Besitzer!
Als sie zum Abschied unsere Hunde noch ausgiebig geknuddelt haben, hat Lucy noch demonstrativ auf die Decke gepinkelt, auf der Ricky vorher lag....

Ich kann verstehen, dass die beiden total am Ende sind! Sie haben in den Hund bereits tausende Euro investiert, unmengen an Zeit und Energie - aber es ist immer schlimmer geworden! Alles dreht sich nur noch um den Hund! Freizeitaktivitäten sind kaum noch möglich (und sie sind beide begeisterte Sportler!). Die Gesundheit leidet massiv durch den Dauerstress! Auch die Beziehung - es wird jeden Tag wegen dem Hund gestritten. Die beiden gehen an dem Hund zugrunde!
Da wird auch Hundetrainer Nummer 4 nichts mehr nützen.
Wenn es einen Hundetrainer gibt, der meint er wäre so gut, dann soll der sich den Hund mal für ein paar Wochen selbst ins Haus holen und beweisen, dass er es besser kann! Denn noch mehr kluge Ratschläge, die dann eh nichts nützen brauchen die beiden wirklich nicht mehr!

Offline bluedog

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Re: Hilferuf von Lucys Besitzern!
« Antwort #21 am: 18. Februar 2017, 22:17:00 »
ich glaube, das ist so eine situation, die man sich nicht recht vorstellen kann, wenn man es nicht selbst erlebt hat.
ich glaube aber aus deinem bericht, dass die situation inzwischen vermutlich verfahren ist, und zwischen hund und besitzern alles was falsch läuft bereits eine eigendynamik hat, wenn du weisst was ich meine.

was ich mich frage, ist, ob bei so einem extremen verhalten nicht vl. eine körperliche ursache vorhanden sein könnte ?
wurde sie einmal körperlich durchgecheckt ? hormone (schilddrüse, nebenniere....), schmerzen.... ??


« Letzte Änderung: 18. Februar 2017, 23:11:27 von bluedog »
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Offline wontolla

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Re: Hilferuf von Lucys Besitzern!
« Antwort #22 am: 18. Februar 2017, 22:20:54 »
as i said: sollen zum mario fahren.

ich kann leider nicht was er kann, aber ich komme mit niko auch unter leuten und mit anderen hunden zurecht, wenn ich es (dank seiner hilfe) darauf anlege. und es wuerde doch zu schade sein, wenn die beiden das handtuch wuerfen.

... und die sollten gleich mal vorab das unnoetige brustgeschirr kuebeln...

lg,
rainer
« Letzte Änderung: 18. Februar 2017, 22:29:29 von wontolla »
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Offline bluedog

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Re: Hilferuf von Lucys Besitzern!
« Antwort #23 am: 18. Februar 2017, 22:23:21 »
p.s.: die beste (probem)hundetrainerein die ich kenne, ist andrea dite.
die hat einfach einen anderen zugang dazu.
bevor man aufgibt, vl. zumindest mal mit ihr reden ?
.
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Offline Karo

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Re: Hilferuf von Lucys Besitzern!
« Antwort #24 am: 18. Februar 2017, 23:08:15 »
Tierärztlich ist mittlerweile alles abgeklärt?

Offline Milano

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Re: Hilferuf von Lucys Besitzern!
« Antwort #25 am: 19. Februar 2017, 09:07:11 »
Auch wenn es hier ganz sicher nicht gerne gelesen wird: ich (meine persönliche Meinung) halte von derartigen "Zwangs - Beschnupperungen" überhaupt nichts! Ja, sie war kurz still weil - genau wie geschrieben - sie perplex war. ABER: Niemand wird behaupten wollen, dass sie dieses aggressives Verhalten anderen Hunden gegenüber zeigt, weil es ihr Spaß macht. Das ist Stress pur für sie und der Dauerstress hat auch körperliche Auswirkungen (Cortisol-Ausschüttung) - aber das nur nebenbei. Wenn jetzt Hunde eh schon ein rotes Tuch sind für sie und sie derartigen Zwangs-Maßnahmen ausgesetzt wird, werden die nächsten Hunde noch mehr mit negativen Emotioinen belegt sein. Und um derartige Erfahrungen nicht wiederholt erleben zu müssen, wird sie die hunde noch stärker attakieren. Was soll sie auch anderes tun um sie auf Distanz zu halten.

Ja ich kenne den Hund nicht und ich weiß nicht, was und wie bisher mit dem Hund trainiert wurde. Und es geht auch nicht um falsch oder richtig gemacht sondern darum, vielleicht noch einen anderen Weg aufzuzeigen. Ich würde bei so einem Hund an den Emotionen arbeiten und an der Bindung. Den Hund viel mehr bestärken und Selbstvertrauen geben (ein attakierender Hund ist nicht unbedingt ein selbstsicherer Hund) und nicht immer Verhalten unterdrücken wollen. Etwas suchen, wo sie selbstständig arbeiten kann und muss und ihre Gehirnzellen benutzen muss.

Ich weiß dass es leicht gesagt ist aus der Distanz und wie gesagt, ich weiß nicht, was schon gemacht wurde. Meine Fenja hat auch alles und jeden attakiert und ich habe ewig lang versucht (auch mit mehr als einem Trainer), es zu unterbinden, sie auf mich achten lassen und es wurde nie besser. Dann haben wir jeden Hund, den sie irgendwo gesehen hat, positiv belegt mit Clicker und Leberwurst damit Hunde nichts Böses mehr sind sondern bedeuten, dass es tolle Wurst gibt. Und inzwischen ist sie soweit, dass sie sofort Schwanz wedelnd zu mir kommt, wenn sie einen Hunde sieht. Das klappt zwar noch nicht beim direkten aneinander vorbei gehen aber immerhin wird nicht mehr jeder Hund in riesiger Entfernung angebellt, es werden keine Haare mehr gestellt und sie ist deutlich weniger gestresst. Das meinte ich mit an den Emotionen arbeiten statt die Leine kurz zu nehmen, ihr die Sicht zu nehmen (mag filtern, aber meiner Meinung nach einen unsicheren Hund noch unsicherer machen. Wie würdet ihr euch fühlen, wenn ihr mit einer giftigen Schlange im Raum seid und man nimmt euch einen Teil der Sicht? Bestimmt nicht besser....), ect.

Und nochmal: Ich möchte einen andere Sichtweise aufzeigen und keine Diskussion auslösen über richtige und falsche Erziehung. Schon alleine deswegen, weil die Hunde so verschieden sind und was bei dem einen gut klapppt, bei einem anderern vielleicht gar nicht geht.

Wie gesagt, nur so eine Idee von mir ohne Anspruch auf "die Lösung"!

Offline Karo

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Re: Hilferuf von Lucys Besitzern!
« Antwort #26 am: 19. Februar 2017, 10:31:41 »
Was ist das aktuelle Ziel dieses Threads -> Tipps ja/nein? -> 'Schreibenergie' investieren?

Sehr verknappt auf die Ferne (dh. ohne zu wissen, wer mit dem Hund gearbeitet hat und was gemacht wurde): Verhaltensmuster und gemachte Kardinalfehler (?) durchbrechen, indem man auf 0 zurückstellt? Solange sie so hochdreht, ist der Lerneffekt mangels Ansprechbarkeit nicht gegeben. Schlafen lernen (z.B. Boxentraining), Leinenführigkeit in absolut reizarmer Umgebung (z.B. Garten), dann erst schrittweise steigern, Hunde auf Distanz, später diese verkürzen etc. Im Zweifel einen Schritt zurückmachen, Basis wieder aufbauen. Herausfinden, wie viel und welche Auslastung (auch im Garten kann man für den Anfang kreativ sein) und wie viel Ruhe diesem Hund in der derzeitigen Verfassung gut tut (Stress, Hormone -> gibt gute Literatur dazu).
« Letzte Änderung: 19. Februar 2017, 10:58:23 von Karo »

Offline FriedaLino+EliahMamas

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Re: Hilferuf von Lucys Besitzern!
« Antwort #27 am: 19. Februar 2017, 11:11:28 »
Was der Sinn des Threads ist, würde mich auch interessieren...
Was ich raus filtern konnte, ist absolute Resignation auf allen Seiten... bei dir/euch - den Haltern - aber vor allem auch bei Lucy
...dass die Situation absolut überfordert, ist ganz klar, stell mir auch die Hilflosigkeit irre vor, dem Hund nicht helfen zu können... u. man wird in dieser Hilflosigkeit dann wütend, gereizt u. (sorry für den Ausdruck) Scheiß-drauf...
Dennoch nun hier die Frage:
Wie gehts weiter? Gibts nen Plan? U. vor allem... kann man helfen? (Zuhören, mut machen, auskotzen, etc.)
Klingt ja so, als würden die Halter (verständlicherweise) schon am Rande der tiefsten Verzweiflung stehn u. nach Lucys Verhalten nach zu urteilen Lucy auch  :tongue:
...in einer schwierigen Zeit suchte ich eine Hand und fand eine Pfote!..

Offline Karo

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Re: Hilferuf von Lucys Besitzern!
« Antwort #28 am: 19. Februar 2017, 11:18:35 »
ich habe mir gerade den Steckbrief rausgesucht und bin verwirrt, das ist ein anderer Hund?

Offline Chiquita28

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Re: Hilferuf von Lucys Besitzern!
« Antwort #29 am: 19. Februar 2017, 11:41:43 »
Bevor jetzt noch ewig und drei Tage herumprobiert wird, bitte fahrt mit Lucy ins Bgld zum Mario! Wie schon geschrieben wurde, gelingt in so einem Zustand völliger Resignation überhaupt nix mehr... Mario ist zwar kein "Wunderheiler" aber er schafft es auf eine gewisse Art und Weise den Hunden verständlich zu machen, dass sie den Menschen vertrauen können und es sich lohnt, mit ihnen zusammen zu arbeiten. Nachdem sie dort eine Trainingsstunde bekommen hat, wird alles ein wenig entspannter ablaufen, da bin ich mir sicher! Oder (wenn sichs die Besitzer leisten wollen/können) vielleicht Lucy sogar ein paar Tage zur "Therapie" dort lassen. Schadet sicher nicht, wenn sich alle Beteiligten mal eine kurze Auszeit gönnen. Wirklich Hut ab vor den Besitzern, dass sie trotz allem noch immer zu Lucy halten und sie noch nicht abgegeben haben! Wenn ich dran denke, wegen welch lächerlichen Gründen die Hunde oft ihren Platz verlieren  :102:
Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünscht für diese Welt. (Gandhi)