Autor Thema: Ein Tag im Leben eines Tierschützers ....  (Gelesen 4736 mal)

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Offline Anna

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Ein Tag im Leben eines Tierschützers ....
« am: 05. April 2019, 22:27:54 »
Nachdem heute - leider wieder einmal - ein äusserst heftiger Tag war der Einige von uns an den Rande der Belastbarkeit gebracht hat, ist es mir ein Bedürfnis nur diesen einen Tag wiederzugeben....
Kaum im Büro (in unserem "Geldjob") angekommen läutet das Handy permanent, immer wieder scheint eine Nummer auf. Nachdem man zumindest das Wichtigste bzw. Notwendigste im Geldjob erledigt hat, Rückruf.... ein völlig verzweifelter Hundebesitzer der vor drei Jahren einen Hund von uns übernommen hat. Er hat massive psychische Probleme , sollte längst in stationäre Behandlung gehen - hat dies jedoch wegen seines heissgeliebten Hundes nicht getan. Nachdem ihm sein Psychiater aber gedroht hat in einweisen zu lassen und er Panik hatte dass sein Hund dann im Tierheim landet hat er sich überwunden uns anzurufen. Gefahr im Verzug da auch wir nicht möchten dass ein heissgeliebter Hund im Tierheim landet.
Einige Telefonate und so weit als möglich auch "Beruhigung" des Besitzers dass er auf alle Fälle mit unserer Unterstützung rechnen kann und sein Hund sicher nicht ins Tierheim kommt.... die Hundesitterin die er bereits bei Arzt- bzw. Krankenhausbesuchen in Anspruch genommen und auch bezahlt hat (obwohl er schon seit geraumer Zeit von Mindestsicherung lebt) kontaktiert. Sie hat sich - zum Glück - bereit erklärt den Burschen gleich vom Besitzer abzuholen und aufzunehmen. Auch war sie bereit von den 40 Euro die sie üblicher Weise für eine ganztägige Betreuung mit Übernachtung verlangt auf 30 Euro täglich  zu reduzieren. Zwar auch noch heftig für eine Tierschutzorganisation die nur von Spenden lebt - aber nachdem wir keine andere Wahl hatten haben wir zugestimmt. Er darf dort im Familienverband mit zwei Hündinnen leben, hat 24-Stundenbetreuung. Nur für allzulange Zeit werden wir uns das nicht leisten können...
Kaum diesen "Fall" erledigt, Anruf eines Tierheims dass dort eine Dame mit einem Hund vor der Tür steht der von uns vermittelt wurde. Zum Glück gibt es auch Tierheime die sich den Impfpass genau ansehen und feststellen dass der Hund von uns vermittelt wurde und uns kontaktieren. Sie dürfen eigentlich keine Hunde aufnehmen die aus dem Ausland sind und von einer Tierschutzorganisation vermittelt wurden .... auf meine Bitte die nette Dame auf unseren Schutzvertrag hinzuweisen (nämlich dass sie nicht berechtigt ist den Hund einfach ohne uns zu informieren,  weiterzugeben) und ihr auch zu erklären dass sie uns - lt. SV - 4 Wochen Zeit geben muss um einen Platz zu finden, hat mir die Tierheimmitarbeiterin gesagt, dass sie gegen die Vorschriften verstossen wird und den armen Zwerg aufnehmen wird da sie die Abgeberin (die gelogen hat dass sich die Balken biegen  :P) so einschätzt dass sie den armen Zwerg dann im Wald anbindet oder auf der Autobahn auslässt ....
Somit der nächste Fall wo Druck und Handlungsbedarf besteht .... der übergewichtige kleine Zwerg ist dort im Tierheim (obwohl er in der Katzenstation leben darf) total überfordert, ist wie paralysiert, reagiert auf nichts und niemand  :grave:
Nebenbei noch zwei Mails wo uns mehr als verzweifelte Besitzer - die die Hunde aber auf keinen Fall zurückgeben wollen - kontaktiert haben und um Hilfe und Unterstützung gebeten haben...
So "nebenbei" noch Anrufe aus Nitra und Topolcany wegen medizinischen Notfällen ...... Notfälle die entweder in der Slowakei nicht versorgt bzw. operiert werden können bzw. die bereits medizinisch versorgt wurden und für die es keine Pflegestellen gibt.

Einen Tag wie heute würde man am liebsten aus dem Gedächtnis streichen denn dann würde er nicht belasten. Tage wie heute veranlassen zu Überlegungen einfach das Handy auszuschalten um nicht permanent unter Druck gesetzt und belastet zu werden...

Offline micky

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Re: Ein Tag im Leben eines Tierschützers ....
« Antwort #1 am: 05. April 2019, 23:08:12 »
Liebe Anna!

Es ist nur all zu verständlich, daß Du an solchen Tagen verzweifelst ...  :tongue:  aber ich denke und hoffe, daß sich in der ATN-Gemeinschaft bald Hilfe für die Wauzis findet!    :kacsint2:
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Offline Tamara-Louisa

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Re: Ein Tag im Leben eines Tierschützers ....
« Antwort #2 am: 06. April 2019, 07:10:07 »
Oh ja Tage wie heute...

...aber das schlimmste an Tagen wie heute ist, dass sie zur Zeit unser täglich Brot sind.  :not: es ist nicht erst seit heute so, dass sich kaum etwas in der Vermittlung tut, dass es kaum Pflegestellen gibt, und auch kaum Fixplätze  :-[

Petra aus Topolcany hat es vor einigen Tagen so formuliert: “Weißt du, mittlerweile habe ich nicht mal mehr Zeit wegen einem Hund, der dringend wo unterkommen muss und wo akut Handlungsbedarf besteht (weil er entweder jederzeit überfahren werden könnte, oder  der Besitzer mit Erschießen droht, etc.), fertig zu verzweifeln. Weil du kannst dir sicher sein, genau in.dem Moment, wo es keine Lösung für den einen gibt, erfahre ich von 10 weiteren, dass sie genauso in der Klemme stecken. Und das passiert jeden Tag.“

Mittlerweile fragt sie nur mehr leise nach, ob wir nicht vll doch wo ne Pflegestelle hätten. Denn sie weiß, dass sich selbst in Österreich kaum etwas auftut.

Man kriegt eine Wut im Bauch, Verzweiflung und das schlimmste ist diese Machtlosigkeit. Und dann schneien so Fälle rein, wie der von dem Anna oben schreibt. Wo der Hund geliebt wird, sehr geliebt wird - und nicht bleiben kann  :not speak:. Einer der so gerne für immer für seinen Hund da wäre, aber das Schicksal hat andere Pläne. Sowas gibt einen dann schon mal den Rest.

Darum Leute:
Nochmal und immer wieder der Appell an euch. Wenn irgendwer ein Plätzchen frei hat und überlegt, ob er nicht eine Fellnase aufnehmen könnte, MELDET EUCH bei einem von uns. Jede Seele die ausreisen darf, rettet Leben! Und ein paar unserer Nerven  8)

Und auch mal ein rieeeeeesengroßes Danke an alle Pflegestellen, ihr seid die, die hier alles in Bewegung halten. Ihr seid die, die Leben retten.
Liebe Grüße,
Tamara

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Oliver Jobes

Offline Mitzi

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Re: Ein Tag im Leben eines Tierschützers ....
« Antwort #3 am: 06. April 2019, 13:47:21 »
 :grave: :grave: :grave:  mehr kann ich nicht schreiben

Offline andyundsabine

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Re: Ein Tag im Leben eines Tierschützers ....
« Antwort #4 am: 06. April 2019, 14:02:49 »
Mir gings heut morgen wie dir mitzy
I.Das schnûrt einen die kehle zu😰

Offline Teddy

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Re: Ein Tag im Leben eines Tierschützers ....
« Antwort #5 am: 06. April 2019, 14:43:55 »
Hallo alle zusammen

Liebe Anna, liebe Tamara Luisa. Ich kann euren Frust, euren Zorn und eure Verzweiflung gut nachvollziehen und auch gut verstehen. Dich, Anna, habe ich 2008 kennen und schätzen gelernt. Ich hab mich damals für einen braunen, alten Hund aus Nitra beworben, den ich aber wegen seiner gesundheitlichen Probleme nicht bekommen habe.  Du hast mir dann den Santos, meinen heiß geliebten Teddy, vorgeschlagen. Ich hatte in den letzten 3 Jahren immer wieder Kontakt, weil mir ein Hund von der HP gefiel. Leider wurde kein Einziger davon mein Begleiter, die Gründe dafür sind Nebensache.  Beim Teddy fühlte ich mich gut aufgehoben. Jetzt hatte ich jedes Mal den Eindruck dass ihr denkt „Hast Pech gehabt schau dir halt einen anderen von der HP an“. Ihr bittet immer wieder um die Aufnahme von alten Hunden oder von Langsitztern. Wie wäre es wenn so ein Hund jemandem, der seinem „Wunschhund“  nicht bekommen hat, so ein Hund vorgeschlagen bekommt? Zerreißt mich nicht in der Luft, den ich weiß dass ihr viel um die Ohren habt. Aber wäre das wirklich so viel mehr Aufwand?  Oder haben sich die Interessenten so geändert dass sie sich auf DEN EINEN Hund versteifen und keinen anderen in Betracht ziehen wollen?
Noch ein Thema ist Wohnung ohne Garten. Bei jedem Gespräch kann das „Nur Wohnung, ich weiß nicht……“  Ich etwa will nur einen großen Hund, habe es aber auch schon mit kleineren versucht.  Da kamen immer die Bedenken dass sich der große Hund in der Wohnung nicht wohl fühlt. Ich aber habe die Erfahrung gemacht dass sich große Hunde auch in einer Wohnung wohl fühlen und sie weniger Platz brauchen wie kleinere. Ich habe jetzt einen Riesen mit etwa 80 cm und guten 57 Kg bei mir, der auf einem Bergbauernhof in völliger Freiheit gelebt hat. Er brauchte zwar etwa 4 oder 5 Tage bis er sich an die Wohnung gewöhnt hat, doch heute ist er froh nach einem Spaziergang in die Wohnung zu kommen. Wir sind am Morgen und am Mittag eine knappe Stunde unterwegs.  Er legt sich hin, schläft ein Weilchen, dann kommt er und verlangt nach seinem Futter oder nach Streicheleinheiten.  Ja, er ist ein alter Hund mit geschätzten 9 Jahren. Aber ich glaube dass sich auch die alten Langsitzer über eine nur Wohnung freuen. Spazieren gehen muss man mit jedem Hund. Egal wie alt und wie groß oder klein.
Das Nächste ist das Alter. Ich kann mich noch an die Reaktion von der Simone erinnern wie sie mein Alter gehört hat.  Ich hab richtig gehört wie sie zusammen gezuckt ist, weil sie der Meinung war dass ich mit meinem Alter so einen großen Hund wie den Marco nicht mehr führen kann. Das ging dann so weit dass ich sie zurecht gewiesen habe.  Gut, ich bin 60. Aber nicht alle 60jährigen sind alt. Wir aber haben einen großen Vorteil. Meistens sind wir Älteren erfahren in der Hundehaltung, sind ruhiger und ausgeglichener, und führen unsere Hunde nicht mit Kraft, sondern mit Verstand. Kein 60jähriger wird sich ein Powerpaket nehmen. Wenn er trotzdem meint dass er damit fertig wird, so ist der Mensch entweder extrem Sportlich oder ungeeignet für die Hundehaltung.
Ich will euch sicher nicht kritisieren, nichts liegt mit ferner, denn ich kann mir vorstellen dass ihr sehr viel Zeit, Liebe und Nerven in eure Arbeit für die Hunde steckt die euch niemand bezahlten kann. Ich verstehe meine Worte als Anregung um euch zu zeigen, was sich auch bei euch geändert hat. In einer Firma nennt man das „Betriebsblindheit.“  Die Menschen sind egoistischer, mache auch Unverschämt geworden, keine Frage. Doch mich hat die Art wie letztes Jahr mit mir umgegangen wurde, veranlasst, mich zurück zu ziehen.  Ich war nicht beleidigt, habe aber auch nicht eingesehen warum ich mich wegen meines Alters und wegen der „nur Wohnung“ so sehr rechtfertigen musste.
Teddy, unvergessen

Offline Tamara-Louisa

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Re: Ein Tag im Leben eines Tierschützers ....
« Antwort #6 am: 06. April 2019, 16:00:17 »
Mag gut sein, dass die vielen Negativerfahrungen uns abstumpfen, dass wir von Tag zu Tag misstrauischer werden und vorsichtiger.

Sicher denken sich jetzt einige “Ja, wenn sie da so herum tun, brauchen sie sich nicht wundern, wenn sich die Hunde stapeln.“

Unser täglich Brot sind leider neben den vielen Hunden ohne Plätze auch unglaublich viele Menschen, die sich völlig überschätzen/übernehmen. Da gibt es Leute, für die alles kein Problem ist und dann muss der Hund von einer Sekunde auf die andre weg. Da gibt es Leute, die vorher groß auf Hundeprofi tun und dann die Nerven schmeißen, weil der Hund rein macht. Und es gibt Leute, die unbedingt einen großen Hund wollen und diesen dann bei Hundebegegnungen oder Rehen nicht dahalten.

Ja und dann? Dann dürfen wir zaubern... nämlich einen Alternativplatz aus dem Hut. Es kommt durchaus vor, dass ein Hund am Sa ausreist und am So beginnt der Telefonterror um 5:30 Uhr. Jaaaaa, das gibt es alles...

Ich könnte ein Buch drüber schreiben - darüber was passiert, wenn man das Bauchgefühl ignoriert. Das Buch hätte definitiv kein Happy End. Leider kann man allen Leuten immer nur bis vor den Kopf schauen und nicht in den Kopf hinein.

Ja, es gibt auch ganz ganz großartige Menschen, die einen Hund aufnehmen, mit dem es Probleme gibt und diese nie nie niemals sagen “der Hund muss weg“. Ja auch diese Menschen gibt es und bei denen möchte ich mich bedanken!

...aber was ich hier sagen will: Es haben immer noch WIR die Verantwortung, denn wir dürfen es dann auch richten, wenn es nicht klappt. Und wenn eine Simone zusammen zuckt wegen Alter oder Wohnung, dann mit gutem Grund. Und im Falle Marco hatte Simone da einen unglaublich guten Riecher, denn dieser Hund passt definitiv in keine Wohnung.

Es gibt immer zwei Seiten und wenn du dich von uns unfair behandelt fühltest, dann tut es mir leid. Wir wollen sicher niemanden beleidigen oder ähnliches, aber für jeden Hund, den wir auf PS oder Fixplätze ausreisen lassen, tragen wir Verantwortung und diese Verantwortung tragen wir richtig richtig schwer, denn auch wenn alles 100% passt von den Rahmenbedingungen her, bleibt ein Restrisiko.

Danke für deine Rückmeldung - ich hoffe auch bei dir kommt von meiner Rückmeldung etwas an. Wir müssen uns unsere Nerven einfach richtig gut einteilen, denn wenn einer von uns das Handtuch schmeißt, haben wir hier ein noch größeres Problem und ich kann euch versichern: Dieser Verein besteht aus ganz wunderbaren Menschen und jeder gibt hier jeden Tag alles - und das ist absolut nicht selbstverständlich neben Familie, eigenen Tieren und Job.

Dennoch ist es so, dass wir gerne mit Rat und Tat zur Seite stehen, wenn es Probleme gibt. Und wir geben immer Vollgas für Probleme rasch Lösungen zu finden. Und manchmal ist die Lösung auch sich nicht drüber zu trauen. Das ist leider so.

Liebe Grüße,
Tamara

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Oliver Jobes

Offline Teddy

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Re: Ein Tag im Leben eines Tierschützers ....
« Antwort #7 am: 06. April 2019, 18:02:04 »
So ganz richtig dürfte mein Schreiben nicht angekommen sein. Ich fühle mich nämlich NICHT beleidigt, aber ich fand es unfair dass alle die nicht mehr ganz jung sind über einen Kamm geschoren werden. Wegen Marko habe ich viele Fragen gestellt, leider konnten mir nur die Wenigsten beantwortet werden. Aber das ist jetzt egal, denn er hat anscheinend den Platz bekommen wo er sich wohl fühlt und ich habe auch meinen Hund gefunden. Worum es mir aber hauptsächlich ging ist, dass die alten Hunde und die Langsitzer, so habe ich zumindest die Erfahrung gemacht, auf der HP oft übersehen werden und auch nicht als "statt dem Traumhund" vorgeschlagen werden. Ich stöbere noch immer gerne auf der HP herum und hab mir schon öfters gedacht dass es schade ist, dass ich den oder jenen Hund übersehen habe. Ich möchte meinen Ronny niemals mehr eintauschen, obwohl er krank ist und mich schon viel Geld gekostet hat. Mit tut es in der Seele weh wenn ich eure Aufrufe wegen einem alten Hund der schon ein paar Jahre in Nitra lebt, lese. Wie oft denke ich mir "Wenn ich könnte wie ich wollte" oder "Schade dass ich den übersehen habe". Ihr müsst euch eure Kraft gut einteilen, daran zweifle ich nicht. Aber legt Interessenten doch auch die Alten und die Langsitzter ans Herz. Auch wäre toll für sie, wenn ihr die Langsitzer wieder auf der dafür vorgesehenen Seite auf der Galerie vorstellen könntet. Gehe ich Recht in der Annahme dass Ältere Personen nicht unbedingt einen Welpen oder Junghund wollen? Zumindest die Vernünftigen. Sich über einen Hund nicht drüber trauen, davon kann ich ein Lied singen. Warum glaubst du hab ich beim Marco so genau nachgefragt, ob da ein HSH mitgemischt hat? Auf der HP von Lucenic schrieb die Katka von einem "Berardinom", aber dass da ein HSH drinnen steckt, so wie ich vermutet habe, wurde mir immer mit "das weiß ich nicht" beantwortet. Ich habe das auf dem Foto gesehen, die, die ihn direkt kennen gelernt haben sehen das nicht? Ich hab mich dann halt auf die Übersetzung von der Beschreibung von der Katka verlassen, und sogar mit ihr telefoniert. Leider hatten wir zu große Verständigungsschwierigkeiten und ihr kleiner Zwerg hat nach der Mama verlangt. ich habe dann auch noch zu hören bekommen wie der große Hund nach Österreich, bzw Wien,  gebracht werden soll, der würde ja in kein Auto passen. Da war ich dann schon etwas verwundert und hab mir schon gedacht dass man mir dem Hund nicht geben will, das aber auch nicht so direkt sagen möchte. Findest das fair oder gut Betreut? ich nicht.
Ich beschwere mich nicht, bin auch nicht beleidigt. Wer sich im Tierschutz so einbringt wie ihr muss sicher einen breiten Rücken und ein dickes Fell haben. Nur wenn ein gänzlich Fremder so ähnliche Erfahrungen macht wie ich, dann wird sich derjenige überlegen ob er einen Hund von euch nimmt. Von wegen einen großen Hund nicht halten können.  Wenn mein Ronny täte wie er könnte kann ihn auch kein junger kräftiger Mann halten.
Ich hoffe du verstehst mich nicht falsch, denn ich will niemand kritisieren, bin auch nicht beleidigt, aber ich möchte auch einmal die andere Seite aufzeigen. Ihr bekommt natürlich hauptsächlich die negativen Seiten von den überforderten Hundehaltern zu sehen. Aber Menschen machen Fehler. Nicht nur die Hundehalter.
Teddy, unvergessen

Offline Tamara-Louisa

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Re: Ein Tag im Leben eines Tierschützers ....
« Antwort #8 am: 06. April 2019, 19:04:23 »
Mhm verstehe was du meinst. Als ich mit der Arbeit hier begann, habe ich stundenlang mit Interessenten telefoniert, ihnen Hunde vorgeschlagen, andere Hunde vorgeschlagen etc. Das hat Zeit ohne Ende gefressen. Mittlerweile musstebich aber leider eben auch einsehen, dass zu rund 90% all die Zeit umsonst investiert war. Die allerwenigsten Leute nehmen dann einen anderen Hund. Leider.  :not:
Liebe Grüße,
Tamara

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Oliver Jobes

Offline Isabelle

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Re: Ein Tag im Leben eines Tierschützers ....
« Antwort #9 am: 06. April 2019, 19:39:43 »
Wenn die Leute nur wirklich für sie passende Hunde nehmen würden.. Bei uns in der Nachbarschaft sind gerade neue Leute eingezogen, zwar ist es ein kleines Haus, hat aber 2-3 Wohneinheiten, keinen wirklicher Garten, nur ein kleines eingezäuntes Stück vor der Haustüre. Da sitzt jetzt ein Husky und heult praktisch den ganzen Tag, wie ein Wolf. Auch oft in der Nacht. Von den Leuten ist meist nicht viel zu sehen. Heute scheinen sie den ganzen Tag nicht dagewesen zu sein. Ich hoffe, dass die selbst nur für jdn eingesprungen sind oder so, dass das nicht wirklich ihr Hund ist, weil für einen Husky ist das wirklich nichts. Keine Gesellschaft, kein Auslauf, nichts zu tun...da frage ich mich, warum sich Menschen so einen Hund nehmen..oder überhaupt einen Hund.  :tongue:

Online Sai

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Re: Ein Tag im Leben eines Tierschützers ....
« Antwort #10 am: 07. April 2019, 21:36:59 »
..ich will mich hier in die Diskussion gar nicht einmischen, sondern nur auch ein Feedback geben, das ich selbst bekommen habe - weil ich immer für ATN "Werbung" mache, wenn jemand aus meinem Bekanntenkreis darüber nachdenkt, sich einen Hund zuzulegen.

Eine dieser Bekannten hat gemeint, dass es sie irritiert, dass bei vielen Hunden so alte Daten daneben stehen. So nach dem Motto: "Na Bumm, der sucht ja schon seit Urzeiten einen Platz." Ich wäre auf diese Idee gar nicht gekommen, für mich ist klar, dass es eben Hunde gibt, die das Glück haben, recht rasch einen Platz zu finden und andere, denen das nicht vergönnt ist. Das hat manchmal etwas mit dem Tier selbst zu tun, oft aber auch nicht, es gibt einfach viel zu viele Tiere, die Gold wert sind, aber trotzdem immer wieder übersehen werden.

Aber die Idee dieser Bekannten war dann eben: "Da trau ich mich nicht drüber, der ist ja schwer zu vermitteln."

Das ist natürlich Blödsinn, aber vielleicht geht es anderen Leuten auch so?

Wenn daher vielleicht mal die Überarbeitung der Website auf dem Programm stehen sollte, wäre es möglicherweise eine Überlegung wert, das Datum rauszunehmen, seit dem das betreffende Tier bei ATN ist.

Bitte steinigt mich jetzt nicht gleich - mir ist klar, dass ihr auch noch anderes zu tun habt. Ist bloß ein Feedback, das ich weitergebe, wenns nicht auf Resonanz stößt, dann einfach ab damit und in die Biotonne :-)

Offline Fennek

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Re: Ein Tag im Leben eines Tierschützers ....
« Antwort #11 am: 08. April 2019, 19:52:48 »
Nein, da hast du schon Recht. Wo es neue Infos gibt oder neue Fotos, aktualisieren wir eh. Bei einigen ist das sicher nicht der Fall, da wir mit den laufend dazu kommenden schon wieder voll beschäftigt sind. Manchmal ist es aber auch so, dass dann eigentlich unproblematische Hunde, die mit älteren Daten zu finden sind, genau aus diesem Grund einen Platz finden, weil sich ein Interessent denkt, dass der arme Hund völlig grundlos schon so lange wartet.
Wie so oft wird es also immer so sein, dass es manche anzieht und manche abschreckt. Ich kann beide Seiten gut verstehen. In jedem Fall anrufen kann hier immer helfen. Wir können nur versuchen, Bedenken abzuklären.
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Offline Mitzi

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Re: Ein Tag im Leben eines Tierschützers ....
« Antwort #12 am: 08. April 2019, 20:08:12 »
Nein, da hast du schon Recht. Wo es neue Infos gibt oder neue Fotos, aktualisieren wir eh. Bei einigen ist das sicher nicht der Fall, da wir mit den laufend dazu kommenden schon wieder voll beschäftigt sind. Manchmal ist es aber auch so, dass dann eigentlich unproblematische Hunde, die mit älteren Daten zu finden sind, genau aus diesem Grund einen Platz finden, weil sich ein Interessent denkt, dass der arme Hund völlig grundlos schon so lange wartet.
Wie so oft wird es also immer so sein, dass es manche anzieht und manche abschreckt. Ich kann beide Seiten gut verstehen. In jedem Fall anrufen kann hier immer helfen. Wir können nur versuchen, Bedenken abzuklären.

Das betrifft mich.. :whistle: je länger sie sitzen desto mehr kommen sie auf meine Liste. Ich bleib halt den Langsitzern treu.  :-* :-*

Offline Tamara-Louisa

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Re: Ein Tag im Leben eines Tierschützers ....
« Antwort #13 am: 08. April 2019, 20:39:38 »
Haha Mitzi ja, du bist halt einfach auch eines von diesen Unikaten  :-*
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Tamara

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Oliver Jobes

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Re: Ein Tag im Leben eines Tierschützers ....
« Antwort #14 am: 09. April 2019, 12:14:31 »
Liebe Irene,

ja, du hast recht - was für den einen ein Grund ist, ist für den anderen ein Hindernis.

Falls es aber mal die Möglichkeit gibt, vielleicht das Alter der Tiere (ungefähr) einzugeben anstatt eines Datums, bin ich gerne bereit, mich hier einzubringen. Es müsste nur jemand den betreffenden Button anders einstellen - da kenne ich mich leider nicht aus, aber wenn es um reine Änderungen geht, kann ich gerne mitmachen. Damit ich nicht nur rede, sondern auch was tue :-)